Dokumente des christlich jüdischen Dialogs

EKD-Studie "Christen und Juden III"
Die Evangelische Kirche Deutschlands hat ihre Studie zum Thema "Christen und Juden" zum dritten Male fortgeschrieben. Zentrale Themen sind u.a. der in diesem Zusammenhang umstrittene Bundesbegriff und die bleibende Erwählung Israels.
Dabru Emet - Ein jüdisches Dokument der Versöhnung
Ausgelöst durch den Holocaust gab es in den letzten Jahren eine tiefgreifende und nie da gewesene Veränderung der jüdisch-christlichen Beziehungen. Dazu beigetragen haben öffentliche Schulderklärungen vieler christlicher Kirchen, in denen die bleibende Erwählung des jüdischen Volkes betont wurde. Eine unterschiedliche Richtungen übergreifende Gruppe jüdischer Lehrer nehmen diese Entwicklung zum Anlass, ihr Verhältnis zum Christentum neu zu überdenken.
Synode der Evang. Kirche der Pfalz: Entschließung vom 16. Mai 1990
Mit einem Rückblick auf die Geschichte, Einsichten und Übereinstimmungen aus dem christlich-jüdischen Gespräch, an denen man festhalten will, offenen Fragen und Konsequenzen für die Landeskirche
 
Die Alexandria-Erklärung
Angeregt vom Erzbischof von Canterbury haben sich im Januar 2002 führende Vertreter der drei großen monotheistischen Religionen in der ägyptischen Stadt Alexandria für eine Intensivierung des Dialogs zwischen ihren Religionsgemeinschaften ausgesprochen. Die sog. Alexandria Erklärung im Wortlaut finden Sie hier...
Staatsvertrag zwischen der Bundesregierung und dem Zentralrat der Juden unterzeichnet
Am 27.01.2003 haben Bundeskanzler Gerhard Schröder und der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland einen Staatsvertrag abgeschlossen, der das Verhältnis des Staates zu den 83 jüdischen Gemeinden in unserem Land mit gut 100 000 Mitgliedern endlich auf eine gesicherte rechtliche Basis stellt. Hier finden sie den Vertragstext im Wortlaut.
 
Handreichung des AK Kirche und Judentum der Ev. Kirche der Pfalz zum chr.-jüd. Dialog
Der Arbeitskreis Kirche und Judentum hat 2002 eine zweiteilige Handreichung vorgelegt, in der der langjährige Diskussionsprozess im Vorfeld der Verfassungsänderung der Ev. Landeskirche (1995) nachgezeichnet wird. Außerdem werden die Konsequenzen für verschiedene kirchliche Arbeitsfelder angedeutet. Der erste Teil der Handreichung erschien als Sondernummer des Pfälzischen Pfarrerblatts (Nr.9/Sept.2002, 92. Jhrg.). Den zweiten Teil wurde unter dem Titel „Kirche und Israel II: Juden und Christen im Religionsunterricht“ veröffentlicht. Die kostenlose Online-Ausgabe zum Lesen und Herunterladen finden Sie hier...
 
Die EKD zum Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen
Die Evangelische Kirche hat eine Handreichung zum Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen heraus gegeben. Viele Menschen, die sich seit Jahren den Dialog mit dem Judentum pflegen, sind tief enttäuscht. Auch Cord Hasselblatt, evang. Pfarrer aus Berlin, findet die Stellungnahme "höchst unzureichend": Sie falle weit hinter bereits gültig Erkanntes zurück und könne zukünftige Erkenntnissuche erschweren, wenn man ihr zuviel Gewicht beimisst.
Hier finden Sie den EKD-Text Nr.77 im Wortlaut
Hier gibt´s (für ganz eilige LeserInnen) eine Zusammenfassung der wesentlichen Gedanken
Die Kritik Cord Hasselblatts lesen Sie hier...
 
Die Toleranz und das Eigene - Überlegungen zum Dialog der „monotheistischen“ Religionen
"Auch im religiösen Weg des Anderen geht Gott seinen Weg mit seiner Menschheit." Diese Gewissheit ist für Klaus Beckmann die Grundlage eines religiösen Dialogs zwischen den drei monotheistischen Religionen. Dabei dürfen Unterschiede nicht überspielt werden, wie sie besonders auch im Gottesverständnis bestehen.
Hier finden Sie den ganzen Beitrag, urspr. erschienen im Pfälzer Pfarrerblatt.
 
40 Jahre "Nostra aetate" - ein Meilenstein des christlich-jüdischen DialogsDas Zweite Vatikanische Konzil hat einen epochalen Wandel gebracht; ein verändertes Bild vom Gottesvolk Israel. Die Konzilserklärung “Nostra aetate” ist ein revolutionäres Dokument. Im Verhältnis zum Judentum bedeutet sie eine “kopernikanische Wende”. Wende bedeutet nicht Ziel, sondern nur der Beginn einer neuen Wegstrecke. Denn immer noch gibt es Stolpersteine auf diesem Weg.
Hier ein Vortrag des Ordinariatsrats Michael Schmitt über dieses wegweisende Dokument.
Auch die Arbeitsgruppe “Christentum - Judentum” der Ökumenischen Kommission im Bistum Speyer erinnert in einer Stellungnahme an den bleibenden Wert von "Nostra Aetate".
 
Heilige Schriften – Facetten des einen Gottes oder Antipoden um die Wahrheit?
Islam und Christentum greifen beide auf das jüdische Erbe in der hebräischen Bibel zurück. Doch die Aneignung geschieht in der christlichen Bibel anders als im Koran. Wo sind Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede in den Hl. Schriften der drei großen abrahamitischen Religionen? Welche soziologische Funktion haben diese Schriften für die Konstituierung der jeweiligen Glaubensgemeinschaft? Außderdem: Gibt es aufgrund dieses gemeinsamen Erbes Möglichkeiten des Dialogs zwischenden Religionen oder entbrennt nicht gerade um das rechte Verständnis der Texte notwendigerweise immer wieder Streit? Diese und andere Fragen greift Stefan Meißner in einem kurzen Artikel des Pfälz. Pfarrerblatts auf.
 
"Nur wer für die Juden schreit..." - Dietrich Bonhoeffer und die Juden
Als "evangelischer Heiliger" wird der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der am 4. Februar 1906 in Breslau geboren wurde, immer wieder bezeichnet. Er war einer der wenigen Theologen, die sich lautstark für die Juden einsetzten. "Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen", war eine seiner scharfen Thesen. Sein Widerstand bezahlte der Theologe mit dem Leben. Er wurde am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet.
Hier der Beitrag von Paul Gerhard Schoenborn.

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Jüdische Feste im Jahres- und Lebenszyklus

Bar Mitzwa - Bat Mitzwa
Jüdische Jungen und Mädchen erhalten mit dem erreichen des 13. bzw. 12. Lebensjahres automatisch die Volljährigkeit in religiösen Dingen und damit verbunden die Bezeichnungen Bar und Bat Mitzwah, was so viel wie Sohn/Tochter des göttlichen Gebotes bedeutet. Was auf die jungen Menschen an diesem wichtigen Tag alles zukommt, erfahren Sie hier...
 
"Jedes Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden..."
Medizinisch gesehen: Schutz gegen Infektionen, theologisch betrachtet: Zeichen des Bundes Gottes mit Israel, in der Geschichte häufig Anlass von Spott und Hohn gegen die Juden, auch von christlicher Seite.
Mehr über das heikle Thema Beschneidung erfahren Sie hier..
Das Passafest - Erinnerung an den Auszug aus Ägypten
Der hebräische Name des Festes "päsach" (= „Vorübergehen", „Verschonen") erinnert an die Geschichte vom Auszug Israels aus Ägypten, aber sein Ursprung reicht weit in die nomadische Vorzeit des Volkes zurück. Informationen über den Seder-Abend mit seinen symbolischen Speisen und andere Bräuche rund um dieses Fest finden Sie hier...
Sukkot - Das Laubhüttenfest
Am 15. Tischri beginnt das Sukkotfest. Es ist nach Rosch Haschana und Jom Kippur das letzte der hohen Feiertage im Herbst. War es ursprünglich eine Art Erntedankfest, so erinnert es heute an die Zeit Israels in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten. Mehr über die Riten und Hintergründe dieses Festes erfahren Sie hier...
Jom Kippur - der Versöhnungstag
Am 10. Tischri feiert man im Judentum den höchsten aller Feiertage: den Jom Kippur. Früher schickte man an diesem Tag einen "Sündenbock" in die Wüste, der zeichenhaft die Schuld des Volkes davontrug. Heute sind es andere Riten, mit denen man sich der eigenen Sünden besinnt. So darf 24 Stunden weder gegessen noch getrunken werden. Was Schrift und Tradition noch alles vorschreiben, erfahren Sie hier...
Rosch-ha-Shana - das Neujahrsfest
"Guten Rutsch!" Dieser Wunsch zur Jahreswende hat nichts mit Eis oder Schnee zu tun, wie man vielleicht meinen könnte, sondern kommt vom hebräischen Namen des jüdischen Neujahrsfestes "Rosch Ha-Shana" (wörtl: Beginn des Jahres). Dieses aber liegt nicht in der kalten Jahreszeit, sondern in den Monaten September oder Oktober.
   
Chanukka - das Lichterfest
Am 25.Kislev feiern Juden in aller Welt das Lichterfest. Es erinnert an den jüdischen Widerstand gegen die syrischen Besatzer, die im 2. Jhd. d.Z. Judäa zu einem hellenistischen Stadtstaat umfunktionieren wollten. Durch welches Wunder die Juden damals gerettet wurden und mit welchen Bräuchen man heute daran gedenkt, erfahren Sie hier, ein Rezept passend zum Fest gibt es hier...
   
Tu Bi-Schwat - das Neujahrsfest der Bäume
Am 30. Januar 2010 feiern Juden in aller Welt ein wenig bekanntes Fest, das in Zeiten des Baumsterbens eine neue Aktualität erhalten hat. Der Name nennt einfach das Datum: Der 15. Tag des Monats Schewat. Wo das Neujahrsfest der Bäume seine Wurzeln hat und welche Bräuche an diesem Tag begangen werden, fahren Sie hier...
   
Purim - das Losfest
Purim ist eines der neueren Feste im im jüdischen Kalender und wird am 14. und 15. Tag des jüdischen Monats Adar ausgerichtet. Purim erinnert an die Errettung der persischen Juden vor der Verfolgung zur Zeit des persischen Königs Ahasver (Xerxes I), wie sie im Buch Esther (AT) aufgezeichnet ist. Dabei wird vor allem auf Haman angespielt, der das Los warf, um herauszufinden, welcher Tag am geeignetsten sei, um die Juden zu ermorden. Mehr über Purim finden Sie hier...
   
Können Christen „jüdisch“ feiern? - Was Juden „Pesach“ bedeutet und warum es ihnen gehört
Jahr für Jahr wird in jüdischen Häusern „Pesach“ gefeiert zur Erinnerung an die Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft Ägyptens. In diesem Jahr fällt der erste Tag dieses Festes zusammen mit dem Gründonnerstag der Christen. Was „Pesach“ bedeutet und weshalb es von christlichen Gemeinden nicht vereinnahmt werden darf, zeigt eine Stellungnahme der Arbeitsgruppe „Christentum - Judentum“ der Ökumenischen Kommission im Bistum Speyer. Klicken Sie hier...
   
Shawuoth - Das Wochenfest
50 Tage nach Ostern feierten Christen Pfingsten. (fast) gleichzeitig feierten Juden in aller Welt Shawuot - das Wochenfest. Während Pfingsten an die Ausgiesung des Heiligen Geistes erinnert, gedenkt man an Shawuot der Gabe der 10 Gebote am Berg Sinai. Es ist eines der drei großen Wallfahrtsfeste, an denen man früher zum Jerusalemer Tempel pilgerte. Mehr über Shawuoth und sein Brauchtum erfahren Sie hier...
   
Sabbat und Sonntag
In fast allen Kulturen der Welt wird der siebente Tag der Woche als Feiertag begangen und als solcher von Arbeit frei gehalten. Dass das so ist, ist ein Geschenk Israels an die Menschheit. Die Kirche hat, indem sie den Sonntag als Herrentag feiert, diese Tradition übernommen, zugleich aber deutlich modifiziert. Was sagten Jesus und die ersten Apostel zur Heiligung des Feiertags? Wodurch ist er heute in Gefahr? Lesen Sie hier weiter...
   
Wenn ein jüdisches Kind von seinem Glauben erzählt ...
Es gibt sie nicht mehr, die Zeit, in der christliche und jüdische Kinder in ganz Deutschland miteinander aufwachsen und ihren Glauben gemeinsam kennen lernen können. Bei uns in der Pfalz war dies in vielen kleinen Dörfern und in den großen Städten möglich. Davon zeugen heute noch Friedhöfe und Gebäude, in denen Juden früher feierten und lebten. Michael Landgraf, Leiter der religionspädagogischen Beratungsstelle in Neustadt/Wstr., hat sich überlegt, was ein jüdisches Kind uns wohl so alles seinen Glauben und sein Leben erzählen würde.
Hier finden Sie seinen Artikel, der sich hervorragend für Schule oder Kindergottesdienst eignet.

Geschichte und Theologie des Judentums

   
Religionsgeschichtliche Quellen zu zentralen Themen:
I. Der Messias - Gottes Gesalbter
II. Die Tora - Wegweisung Gottes
 
Die Halacha
Über die Jahrhunderte hinweg halfen die Gebote dem jüdischen Volk, sich der göttlichen Verheißungen und der eigenen Identität immer wieder neu zu vergewissern. Halacha: Wegweisungen Gottes - kein Mittel, um sich den Himmel zu verdienen!
 
Wo die Frau das Sagen hat: Die koschere Küche 
Juden zum Essen einzuladen, ist gar nicht so einfach. Jedenfalls wenn sie Wert auf koschere Zutaten und Zubereitung legen. Da gibt es manches Fettnäpfchen, an das der arglose Gastgeber gar nicht gedacht hat...
Was ist koscher?
Was es mit dem Schächten auf sich hat, warum Milchiges und Fleischiges getrennt genossen werden müssen und vieles mehr, erklärt dieser Beitrag zweier Schüler aus Bad Bergzabern.
Das Doppelgebot der Liebe
gilt im Christentum als Innbegriff der Botschaft Jesu. Dabei gehen beide Gebote, Gottes- und Nächstenliebe, auf alttestamentlich-jüdische Wurzeln zurück. David Seldner zeichnet die Auslegung dieses Gebotesim klassischen Judentum nach. Klicken Sie hier...
 
Die Pharisäer - ein Forschungsbericht
Die Pharisäer haben ein schlechtes Image. Sie gelten als heuchlerisch und scheinheilig. Die Evangelien stellen sie als die Gegner Jesu dar, die ihn versuchen, ans Kreuz zu bringen. Aber wer waren sie wirklich? Stefan Meißner stellt die Ansätze der neueren Forschung zu den Pharisäern zusammen. Schwerpunkt bildet die angelsächsische Forschung.
 
Rabbi Dussa: Ein Talmud-Comic!
Lustig, aber nicht ohne Hintersinn. Eine Geschichte in fünf Bildern. Für alle, denen die Texte in unserem Lehrhaus zu trocken oder zu schwer sind ;-) Hier geht´s los!
 
"Das Weib schweige in der Gemeinde..."? - Die Frau in Judentum und Christentum
Ein beliebtes Klischee des christlichen Antijudaismus lautet: Jesus hat die Frau von der Fessel des jüdischen Patriarchalismus befreit. Doch die Vorherrschaft der Männer war nicht spezifisch jüdisch, sondern allgemein Teil des antiken Denkens. Außerdem war auch die Jesusbewegung, gemessen den heutigen Normen, keine "emanzipatorische Bewegung". So eine der wichtigen Klarstellungen von Sigrun Wipfler-Pohl. Der weiblichen Aspekte des alttestamentlichen Gottesbildes sowie der Rolle der Frau im heutigen Judentum widmet sich Heike Radtke.
 
Interreligiöses Lernen: Talmud für Nichtjuden
Anhand einer gedruckten Talmudseite läßt sich prima das Wachstum der jüdischen Tradition verfolgen. Mit Hilfe vieler Grafiken und Hilfefenster werden Schlüsselbegriffe des rabbinischen Judentums erklärt. Lassen Sie sich entführen in diese für Nichtjuden oft noch fremde Welt!
Lektion 1: Der Talmud
Lektion 2: Mischna, Gemara und Tosefta
Lektion 3: Jochnanan ben Zakkai
Das pfälzische Judentum
Der Schifferstadter Historiker Bernhard Kukatzki liefert in seinem Beitrag eine detaillierte Darstellung jüdischer Geschichte in der Pfalz. Der Download enthält die ungekürzte Fassung, die Online-Version ist leicht gekürzt und behandelt die folgenden drei Epochen:
Von den Anfängen bis zum Mittelalter
Vom Beginn der Neuzeit bis zur Franzosenzeit  
Vom 19. Jhd. bis heute
Judenverfolgung im rheinischen Raum zur Zeit der Kreuzzüge
Einige der schlimmsten antijüdischen Pogrome fanden zur Zeit der der Kreuzzüge statt. Während die einen das Gelobte Land von den "Ungläubigen" befreien wollten, zogen es einige vor, die "Ungläubigen" im eigenen Land heimzusuchen. Ein Schüler der 8. Klasse hat genauer nachgefragt, was damals mit den Gemeinden am Oberrhein geschah.
 
Das jüdische Ritualbad in Kaiserslautern
Bei archäologischen Grabungen auf dem Altenhof am Ufer der Lauter wurde 1996 eine spätmittelalterliche Mikwe entdeckt, die man im Rahmen von Stadführungen auch besichtigen kann. Mehr über diesen Aufsehen erregenden Fund und seine Konservierung erfahren Sie hier...
 
Champs de Gurs: Die Hölle am Fuße der Pyrenäen
Im Oktober 1940 wurden die badischen und pfälzer Juden mit Viehwaggons quer durch das besetzte Frankreich transportiert. Wer nicht schon hier durch Kälte, Hunger und Gewalt das Leben verlor, wanderte von hier aus meist in die Todeslager des Ostens. Nur wenige überlebten. Mehr über diesen Ort des Schreckens in einem Artikel von Roland Paul.
 
Das Lager Natzwiller Struthof
Nur wenig südlich der Pfalz, in der einsamen Bergwelt der Vogesen, liegt eines der großen Nazi-Konzentrationslager. Arbeiten bis zum Umfallen, willkürliche Hinrichtungen, Menschenversuche... Ein Schüler schildert Erlebnisse einer Exkursion.
Spurensicherung - Lebenslauf einer Ingenheimer Jüdin
Nach dem Krieg dokumentierte eine Ingenheimer Halbjüdin ihre Erlebnisse im Dritten Reich für eine Schülerarbeit im Fach Geschichte. Die Erinnerungen an die Novemberpogrome, die Zeit im Lager Theresienstadt, die Rückkehr in das Dorf an die Weinstraße - das alles macht diese autobiographische Skizze zu einer wertvollen Quelle über die Zeit der Nazi-Barbarei.
 
Ein Mann der Verläßlichkeit und Treue: Der Ludwigshafener Kantor Josef Jacob
Der Rheingönnheimer Pfarrer Frank-Matthias Hofmann stellt in einem Vortrag einen bemerkenswerten pfälzer Juden vor, der als Kantor, als Lehrer und Schächter "das lebendige Wasser des Heiligen, gepriesen sei ER, getrunken und dann auch weitergegeben hat".
 
Anne Frank und die Pfalz
Fast jeder kennt das Tagebuch der Anne Frank, jenes 1929 in Frankfurt am Main geborene Mädchen, das mit vier Jahren mit ihren Eltern nach Amsterdam emigrierte. Dort hielt sie in ihrem Tagebuch "Kitty" minutiös ihre inneren und äußeren Erlebnisse während der deutschen Besatzung fest. Anne Frank starb im März 1945 im KZ Bergen-Belsen an Typhus. Mehr über dieses Mädchen und ihre Beziehungen zur Pfalz erfahren Sie hier...
 
Jugendliteratur über den Holocaust - Wie unterhaltsam darf sie sein?
Angesichts des Grauens des Holocausts muss jeder Versuch, die Sinnlosigkeit dieses Ereignisses zu erklären, als Verharmlosung erscheinen. Trotzdem muss von den Ereignissen gesprochen werden, sollen sie nicht dem Vergessen anheim fallen. Doch wie das Geschehene den nachkommenden Generationen vermitteln? Diesen Fragen geht die Germanistin Ursula Kliewer nach.
 
Der Aufbau
Gegründet wurde die zeitung in New York 1934 von Exildeutschen, die mit der Herrschaft der Nazis nicht nur ihre Heimat, sondern vor allem die Muttersprache verloren. In der Redaktion arbeiteten Juden wie Christen: Albert Einstein, Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel u.a. Einen Artikel von Nicole May (jetzt: Diehlmann) über dieses bemerkenswerte Blatt finden Sie hier...
 
Magen David - der Davidstern
Im 3. Reich war er ein Symbol der Verfolgung, aber woher kommt er ursprünglich? Eine Reihe einander widersprechender Erklärungen sind im Umlauf. So wird immer wieder versucht, dieses Symbol auf David selbst zurückzuführen, aber als Symbol des Judentums ist er wesentlich jünger. Mehr darüber hier...
 
Bertha Pappenheim - eine jüdische Frauenrechtlerin
Die bedeutende Sozialpionierin und Gründerin des Jüdischen Frauenbundes bewahrte lebenslang ein Geheimnis: Sie war Anna O. - die Anna O., die Sigmund Freud zur Entwicklung der Psychoanalyse inspirierte. Unter diesem Pseudonym ist Bertha Pappenheim in die Medizingeschichte eingegangen, die überwiegende Zeit ihres Lebens aber kämpfte sie gegen Mädchenhandel.
 
Am 7. November 1938 wurde der deutsche Diplomat Ernst vom Rath von dem siebzehnjährigen, aus Polen stammenden Juden Herschel Grynspan in Paris angeschossen; der Botschafter erlag zwei Tage später seinen schweren Verletzungen. Die Nazis nutzten diesen Tod als Rechtfertigung für eine Pogromwelle, die unter dem Namen Reichskristallnacht in die Geschichtsbücher einging.
Eine Ansprache von Stefan Meißner anlässlich des 65. Jahrestags der Novemberpogrome gibt es hier...
Ebenfalls ins Jahr 1938 fällt der Abriss der größten pfälzischen Synagoge in Kaiserslautern...
Seit 2003 erinnert in Kaiserslautern ein Denkmal an die Ereignisse in der Barbarossastadt
 
Hunger und Kälte als schmerzhafte Erinnerung - die KZ-Außenstelle Mannheim-Sandhofen
Ein ansprechend gestalteter Schulhof liegt hinter der Gustav-Wiederkehr-Schule in Mannheim-Sandhofen. Da fällt es schwer, sich vorzustellen, wie auf diesem Platz mehr als 1000 junge Männer stehen, erbärmlich frierend, ausgehungert und erschöpft. Stundenlang mussten sie oft stehen im kalten Winter 1944/1945, die Gefangenen des KZ-Außenkommandos Sandhofen, nach ihrer Rückkehr von der Zwölf-Stunden-Schicht als Zwangsarbeiter im Daimler-Werk auf dem Waldhof. Mehr über diese KZ-Außenstelle erfahren Sie in einem Beitrag von Ulrike Minor.
 
Vor 125 Jahren, genauer am 8.2. 1878, wurde der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber geboren. Er war nach dem 1. Weltkrieg einer der prominentesten Vertreter der Dialogphilosophie, ihm verdanken wir eine bis heute beliebte Ausgabe chassidischer Erzählungen und zahlreiche Beiträge über den Chassidismus. Auch seine Bibelübersetzung zusammen (mit F. Rosenzweig) zusammen ist von bleibender Bedeutung. Grund genug, zurück zu schauen auf sein Leben und Werk.
Einen gut lesbaren Überblick gibt Andreas Schmidt.
Hier geht´s zur Martin-Buber-Homepage.
 
"Mein ist die Rache !" - Sinn und Bedeutung der Rachepsalmen im Alten Testament
Auf christlicher Seite ist das Missverständnis nicht auszurotten, dass in den Rache- und Feindpsalmen ein gewalttätiges Gottesbild trasportiert wird. Dieser Sichtweise, die oft mit antijüdischen Stereotypen einhergeht, tritt Prof. Wilhelm Schwendemann (Freiburg) entgegen: Statt den Feind zu dämonisieren, benennen diese Texte sehr konkret die Gewaltmechanismen, die zwischen Menschen existieren.
Den ganzen Vortrag von Prof. Schwendemann finden Sie hier...
 
„Uns ist gesagt, was gut ist" - Die Zehn Gebote in jüdischer Auslegung
Dieser Vortrag von Prof. Dr. Ernst Ludwig Ehrlich, Basel, wurde anlässlich der „Woche der Brüderlichkeit“ am 16. März 2003 in Ludwigshafen gehalten. In den 10 Geboten ist nach Ansicht des Autors "alles vorhanden, was die drei grossen Religionen – Judentum, Christentum und Islam - den Menschen anbieten, um miteinander leben zu können."
Die komplette Auslegung des jüdischen Autors, der in Aachen den Klaus-Hemmerle-Preis erhielt, gibt es hier...
 
Wurzeln des Antisemitismus in der Antike
Manche Vorurteile des modernen Antisemitismus haben ihre Wurzeln in der antiken Judenfeindschaft, die Juden oft in Zusammenhang mit „Ansteckung, Verunreinigung, Beschmutzung und Pest“ brachte. Das ist die These eines Beitrags von Gabriele Gierlich, der einen weiten Bogen vom alten Ägypten über das christliche Mittelalter bis hin zu den Gaskammern des Nationalsozialismus schlägt. Mehr dazu erfahren Sie hier...
 
Die Judensau - Geschichte und Gegenwart eines antijüdischen Stereotyps
Das Wort “Judensau” bzw. “Saujude” ist vor allem als eine antisemitische Hetzparole aus der Zeit des Nationalsozialismus bekannt. Das “Judensau”-Motiv taucht aber schon im Mittelalter als Spottdarstellung auf Steinreliefs und Karikaturen auf. Oliver Gußmann geht dem Ursprung des Sudensau-Motivs nach und überlegt, wie die Kirche mit ihm umgehen könnte.
 
25 Jahre Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg
Die Heidelberger Hochschule für Jüdische Studien ist eine der wenigen Ausbildungsstätten für jüdische Theologinnen und Theologen in Deutschland. Ihr Anliegen ist es, jüdische Religion und Kultur ganzheitlich zu vermitteln. Den Studierenden steht ein beachtliches Veranstaltungsprogramm und eine Bibliothek mit einem 50.000 Bände umfassenden Bestand zur Verfügung.
Die Festrede des Bundesinneministers Otto Schily anlässlich des 25. Geburtstags (2004 ) finden Sie hier...
Mehr über die Geschichte der Hochschule finden Sie hier...
Hier geht es zur Homepage der Hochschule
 
Der Judenexkurs des Tacitus - Ein antikes Zeugnis für die Kenntnisse über das Judentum
Tacitus macht im 5. Buch seiner Historien, die er um die Wende des 1./2. Jh. n. Chr. verfasste, Ausführungen über die Religion der Juden. Welche Kenntnisse Tacitus über das Judentum hat und was er uns u.a. über den Sabbat, das Fasten, die jüdischen Speisegesetze, den Opferkult und den Gottesbegriff der Juden mitzuteilen weiß, betrachtet ein Beitrag von Gabriele Gierlich. Den ganzen Beitrag gibt es hier...
 
„Eindrucksvolle Stätte des Gedenkens für alle Opfergruppen“ - Bischof Huber zum Holocaust-Mahnmahl
Bischof Huber würdigtedas Holocaust-Mahnmal anlässlich der Eröffnung am 10. Mai 2005 in Berlin als eine „eindrucksvolle Stätte des Gedenkens an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors“. In seiner Offenheit lasse das Mahnmal nicht nur Raum für ganz persönliche Erinnerung, Trauer oder Ehrfurcht. Die Rede Hubers anlässlich des Festaktes zur offiziellen Einweihung des Denkmals, sowie Bilder des Mahnmals gibt es hier...
 
Judentum im Mittelalter - Es herrschte nicht immer Pogromstimmung
Geschichte der Juden im Mittelalter "ist mehr als eine Geschichte von Verfolgung und Leid“, wie Werner Transier, der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung im Historischen Museum Speyer betont. Juden waren nicht nur Opfer, sondern auch Akteuere: Als Fernhandelsleute, Geldgeber, Wissenschaftler und Religionsgelehrte haben Juden in Mitteleuropa (Aschkenas) und auf der Iberischen Halbinsel (Sephard) die Entwicklung der Städte und Staaten gefördert. Neugierig geworden? Dann klicken Sie hier...
 
Ludwig Lazarus Zamenhof (1859-1917)
Kaum jemand kennt seinen Namen, aber fast jeder kennt seine Schöpfung: Die internationale Kunstsprache Esperanto. An diesen Mann aus dem damals russischen Byalistock zu erinnern, ist wichtig - nicht nur, weil er Jude war, sondern weil der die Gedanken, die ihn zu seiner "Erfindung" trieben, "Frieden und Hoffnung durch eine gemeinsame Sprache und die Zusammenarbeit der Religionen", aktueller ist denn je. Hier finden Sie ein ausführliches Portrait Zamenhofs.
 
La métropole juive - Streifzüge durch das jüdische Paris
Auf Schritt und Tritt kann man in Paris dem Davidstern begegnen. Ob an der Kette des Kelners im kleinen Bistro an der Ecke, in einer katholischen Kirche oder auf manchen Grabsteinen des Friedhofs Monmartre: Anders als in Deutschland gehört in Paris das Jüdische zur Normalität. Mit viel rheinischem Humor schildert Manfred Backhausen seine Reiseimpressionen durch das jüdische Paris.
Hier geht es zum Artikel über das jüdische Paris
 
Mikwe und Taufe
In allen Religionen spielt das Wasser eine besondere Rolle. Bernhard Gerlach untersucht in seinem Beitrag die Zusammenhänge zwischen jüdischem Ritualbad (Mikwe) und christlicher Taufe unter religionswissenschaftlicher und theologischer Betrachtungsweise. Dabei lassen sich bemerkenswerte Ähnlichkeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie historische Abhängigkeiten feststellen.
Mikwe und Taufe
Die Mikwe in Kaiserslautern
Die Mikwe in Speyer
 
Schüler-Projekt: Holocaust
Im Rahmen einer fächerübergreifenden Projektwoche für die 12. Jahrgangsstufe haben sich 13 Schülerinnen und Schülerinn in Bad Bergzabern mit dem Holocaust beschäftigt. Neben einem breiten Spektrum an Informationen, historischen ( Pogromnacht, Aufstand im Warschauer Ghetto, Wannseekonferenz) und religiösen Hintergründen (Wurzeln des Antisemitismus), stand besonders auch die literarische Auseinandersetzung mit dem „Holocaust“ aus Opfer- und Täterperspektive im Mittelpunkt (Tadeusz Borowski, Elie Wiesel, Robert Schneider).
Mehr Informationen über das Projekt, sowie Zugang zu allen Schülerarbeiten erhalten sie hier...
 
Über den Umgang mit den Heiligen Schriften
Im interreligiösen Dialog spielen die die Heiligen Schriften der drei großen monotheistischen Weltreligionen, also Tenach, Bibel und Koran, eine enorm wichtige Rolle. Gerade weil Judentum, Christentum und Islam historisch miteinander verbunden sind, stellt sich die Frage umso dringlicher: Handelt es sich bei diesen Büchern einfach um Facetten des einen Gottes oder stehen sie im Widerstreit um die Wahrheit der Religionen?
Hier finden Sie eine kleine Einführung in das Thema von Stefan Meißner
Bei unserem Partner Amazon finden Sie auch das ganze Buch.
 
„Jischor - gedenke!“ - Von Sinn des Erinnerns
Was in den Jahren der Nazidiktatur in Deutschland geschah, gehört zum Schrecklichsten, was Menschen je einander angetan haben. Diese Epoche des Terrors und der Erniedrigung nicht aus den Augen zu verlieren, sondern sie im Gedächtnis der Menschheit zu bewahren ist ein moralischer Imperativ, der vor allem uns Deutsche verpflichtet. Stefan Meißner fragt in seinem Beitrag nach den Motiven des Erinnerns, nach seinem Sinn, aber auch nach den Widerständen, die sich gegen das Erinnern regen, nach den Gefahren und Grenzen des Erinnerns.
Den ganzen Beitrag lesen Sie hier...
 
"Endlösung der Judenfrage": Die Wannsee-Konferenz
Am 20. Januar 1942 verhandelten in einer Villa am Berliner Wannsee fünfzehn Spitzenbeamte der Ministerialbürokratie verschiedener Reichsministerien und der SS unter dem Vorsitz von Reinhard Heydrich über die organisatorische Durchführung der Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden.
Erfahren Sie hier mehr über die Wannse-Konferenz
Webseite der Gedenkstätte "Haus der Wannse-Konferenz"

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Israel - Palästina - Nahost

 
Sag, warum lebst du überhaupt!
Tal Belo ist der Unterzeichner Nr. 149 des "Fighters' Letter", einer Liste israelischer Soldaten, die sich weigern, Wehrdienst in den von Israel besetzten Gebieten zu leisten. Hier dokumentieren wir die Geschichte seines Freundes Benjamin, der von den Konflikten zwischen Palästinensern und Israelis zerrieben wurde.
Im gleichen Alter zeitgleich zu Tode gekommen
Freitag, 12. April 2002, 15 Uhr MEZ Sommerzeit (3 p.m. Palästina / 4 p.m. Israel). Zu diesem Zeitpunkt endet das Leben von zwei Menschen. Sie sind beide gleich alt, lebten in weniger als zehn Kilometer Distanz, waren gesund und dachten in diesem Augenblick sicher nicht an ihren Tod. Es handelt sich um Zuhila Hushi, 47 Jahre alt, wohnhaft in Jerusalem und um Atallah Al Hayek., ebenfalls 47 Jahre alt, aus Beit Sahour. Der Tod des eines geht in den Medien rund um die Welt, der Tod des anderen findet keinen Nachhall. Wilhelm Goller, Direktor von Talitha Kumi, berichtet...
   
Mohammeds Mörder
Die israelische Friedensaktivistin Neta Golan lebt seit eineinhalb Jahren in einem palästinensischen Dorf, um dort das Schicksal der Menschen in den von Israel besetzten Gebieten zu teilen. Ihr erschütternder Bericht vom Gespräch mit dem Mörder ihres Freundes wurde auf einem englischsprachigen Newsletter verbreitet. Hier (mit Erlaubnis der Autorin) die deutsche Übersetzung.
 
Israel interaktiv
In einem Internetprojekt im Fach Religion haben Schülerinnen und Schüler des Gymnaiums Bad Bergzabern eine interaktive Israel-Karte produziert, die im Web wahrscheinlich ihres gleichen sucht. Hinter den über zwanzig interaktiven "Hotspots" auf der Landkarte verbergen sich handfeste Informationen über Geschiche, Geographie und Politik des Heiligen Landes. Wer sich für die Hintergründe des gegenwärtigen Nahost-Konfliktes interessiert, der ist hier genau richtig!
 
Islamische Terrorgruppen
Überall auf der Welt ziehen muslimische Terrorgruppen ihre blutige Spur. Im Namen Gottes töten sie unschuldige Zivilisten und verbreiten Angst und Schrecken. Dabei setzen sie bereitwillig das eigene Leben aufs Spiel, denn als Märtyrer wurde ihnen das Paradies versprochen. Wer sind diese Fanatiker und woher kommen sie? Hier erfahren Sie mehr!
Tanya Reinhart: Die Strafkolonien Israels
Umstellt mit elektrischen Zäunen und Armeeposten, von der Außenwelt völlig abgeschlossen, ist Gaza zu einem riesigen Gefängnis geworden. Über "die Strafkolonie Israels" berichtet Tanya Reinhart, Professorin für Linguistik und Kulturwissenschaften an der Universität Tel Aviv. Die erweiterte Fassung eines Artikels, der in Yediot Aharonot vom 30. Juni 2002 erschien, finden Sie hier...
 
In Memoriam: Abba Eban (1915-2002)
Er war Diplomat, Regierungsminister, Abgeordneter der Knesset und vor allem bekannt als brillanter Redner. Als Minister für Auswärtige Angelegenheiten (1966-74) trug er zur Festigung der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten von Amerika und zur Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei.
 
In Memoriam: Yitzchak Rabin (1922-95)
Am 4. November 1995 beenden zwei Kugeln aus dem Revolver des jüdischen Rechtsextremisten Yigal Amir das Leben von Yitzhak Rabin. Für seinen Einsatz für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern, der im Oslo-Abkommen gipfelte, erhielt er den Friedes-Nobelpreis. Hier finden Sie einen Rückblick auf sein Leben.
 
Die Lage in Nahost ist verzweifelt. Israelis wie Palästinenser leiden gleichermaßen unter der Eskalation der Gewalt. Wie unterschiedlich die Lage von den beiden Seiten beurteilt wird, wird deutlich an den beiden Berichten, die wir von zwei betroffenen Frauen erhielten.
Die jüdische Autorin Lea Fleischmann wuchs in Deutschland auf, emigrierte aber nach Israel - trotz des blutigen Konfliktes in diesem Land.
Faten Mukarker, orthodoxe Christin in Beith Jala, beschreibt ihren Alltag in den besetzten Gebieten in einem Mail an den Informationsdienst des evang. Missionswerks.
 
Konferenz der Landeskirchlichen Arbeitskreise Christen und Juden in Jerusalem
Die „Konferenz der Landeskirchlichen Arbeitskreise Christen und Juden“ (KLAK) traf sich im Januar 2004 zur Delegiertenversammlung in Jerusalem. Der Besuch der 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Israel sollte ein Zeichen für die Verbundenheit der Arbeitsgemeinschaften Kirche und Judentum innerhalb der Evangelischen Kirche mit den Menschen in der Region und im Staat Israel sein.
Mehr über die KLAK-Reise finden Sie hier...
Infos über die KLAK und ihre Geschichte gibt´s hier...
Zur Homepage der KLAK geht´s hier
 
Gäste wie in Abrahams Schoß - Neue christliche Begegnungsstätte im palästinensischen Beit Jala eingeweiht
Zum Reformationsfest 2003 ist die Abrahamsherberge in Beit Jalla (Westbank) der Öffentlichkeit übergeben worden, unter großer deutscher kirchlicher Beteiligung. Leider leidet das Projekt unter den gegenwärtigen politischen Spannungen, aber der lutherische Initiator, Pastor Shehade, gibt die Hofffnung nicht auf.
Hier unser Bericht von Michael Krupp...
 
Die Mauer durch das Heilige Land
"Warum bauen sie die Mauer nicht entlang der grünen Linie? Warum nehmen sie uns 70 Prozent unseres wertvollsten Landes?", so fragen die verzweifelten Menschen der in der Westbank. Ra´anan Gissin, der Sprecher des Ministerpräsidenten Scharon hingegen meint, die jüngsten Terroranschlag in Jerusalem unterstreichen noch einmal, wie wichtig der Anti-Terror-Zaun sei, um potentielle Selbstmordattentäter von ihrer Tat abzuhalten. Die Situation ist verweifelt - auf beiden Seiten.
Hier ist ein Beitrag von Rudolf Hinz, der im Auftrag des Luth. Weltbundes in Jerusalem war.
Der Lutherische Weltbund fordert: "Reißt die Mauer nieder!"
Lutherischer Weltbund: Trennmauer im Westjordanland verstößt gegen Völkerrecht
Die Sicht der israelischen Regierung finden Sie hier...
   
Yassir Arafat 1929 – 2004
Die einen halten ihn für einen Verbrecher und Terroristen, der unzählige unschuldige Opfer auf dem Gewissen hat. Für die anderen ist er ein Volksheld, der den nationalen Widerstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung verpörperte. Kaum eine Figur der Weltpolitik wird so unterschiedlich beurteilt wie der vor kurzem in Paris verstorbene Yassir Arafat .
Sumaya Farhat-Naser, Dozentin an der paläst. Universität Bir Zeit, sieht in ihm einen "Freiheits- und Widerstandskämpfer, der hartnäckig und beharrlich sein Ziel anstrebte".
Hier finden Sie die Einschätzung des israelischen Außenmisteriums, die weit weniger positiv ausfällt...
   
Jerusalem - Stadt des Friedens?
In Jerusalem treffen die Ansprüche dreier Weltreligionen aufeinander: Für einen gläubigen Moslem ist sie die Stadt der Himmelfahrt Mohammeds. El-Quds, die Heilige, ist nach Mekka und Medina die heiligste Stadt der Welt. In Jeruslaem trugen sich die letzten Tage des Lebens Jesu zu. Religiöse Juden besuchen hier die Klagemauer, ein Überbleibsel des Heiligtumms, das 70n.Chr. von den Römern zerstört wurde.
Einen sehr persönlichen Reisebericht, entstanden in Zeiten politischer Spannungen finden Sie hier...
Hier einige Informationen über Jerusalem und seine Bedeutung für die drei Religionen

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Geschichte und Theologie des Christentums

 
Auf den Spuren des Apostels Paulus
Eine Lehrergruppe reiste in den Osterferien 2001 mit dem EFWI/Landau auf den Spuren des Apostels Paulus durch die Westtürkei und Griechenland. Einige Reiseimpressionen, visueller aber auch theologischer Art, vermittelt dieser Bericht...
Rechtfertigung - ein jüdischer Glaubenssatz
Kritische Anmerkungen zur gemeinsamen Erklärung von Katholiken und Protestanten zur Rechtfertigung von Stefan Meißner
Christen und Juden: Fremde Geschwister
Kain und Abel, Isaak und Ismael, Jakob und Esau - Die Bibel ist voll von Geschichten über Geschwisterzwist. Stefan Meißner stellt Christen und Juden als fremde Geschwister vor, die eine gemeinsame Verantwortung tragen für das väterliche Erbe.
Das Projekt "DENKMAL"
Eberhard Dittus, der in Speyer bei der Arbeitsstelle Friedensdienst arbeitet, stellt in seinem Artikel ein Projekt praktischer Versöhnungs- und Friedensarbeit vor. Vor allem Leute in Schule und kirchlicher Jugendarbeit sind angesprochen!
 
Enttäuschte Liebe: Martin Luther und die Juden
Der Name des großen Wittenberger Reformators steht nicht nur für die Freiheit des christlichen Glaubens gegen den Zwang, sondern auch für die Entrechtung und Vertreibung von Juden. Dabei gab es beim jungen Luther durchaus positive Ansätze. Warum er seine Einstellung änderte - darüber finden hier mehr...
 
Die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise »Christen und Juden« (KLAK)
1978 wurde die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise »Christen und Juden« (KLAK) ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es von Anfang an, dem jüdisch-christlichen Verhältnis durch Materialien, Diskussionen und Impulse den ihm zukommenden Stellenwert in den Kirchen zu geben. Sie dient auch dem Austausch der einzelnen landeskirchlichen Arbeitsgemeinschaften untereinander. Hier gibt der langjährige Vorsitzende Ulrich Schwemer einen Rückblick auf die Geschichte dieses wichtige Gremium.
 
"Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei"
„Daß Jesus Christus ein geborener Jude sei“ (M. Luther, 1523) , wurde außer in der NS-Zeit in der Kirche nur selten ausdrücklich bestritten. Aber ebenso selten wurde damit theologisch wirklich ernst gemacht. Für ein zur Weltreligion gewordenes Christentum war die Herkunft Jesu zumeist eine zufällige Geschichtstatsache, die für den eigenen Glauben ohne großen Belang ist. Erst in den letzten Jahrzehnten wächst die Einsicht, daß das Leben Jesu nur vor dem Hintergrund des palästinischen Judentums des 1. Jahrhunderts richtig verstanden werden kann. Mehr über Jesus im jüdischen Kontext finden Sie hier...
 
10.5.1933 - Der Stichtag der Barbarei
Am 10.5.2003 jährte sich zum 70. Mal der Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten. An vielen Orten, wie in Neustadt/W., wurden oder werden dieser Tage Gedenktafeln angebracht. Grund genug, nachzufragen, was damals genau passierte - in der Pfalz und anderswo. Seriöse Hintegrundinformationen über den 10.Mai und seine Folgen liefert Friedhelm Schneider, Pfr. an der Arbeitsstelle Friedensdienst der Evang. Kirche der Pfalz in seinem Beitrag "Stichtag der Barbarei"
 
„Nicht mutiger bekannt, nicht brennender geliebt“? - Der Kirchenkampf in der Pfalz (1933-45)
Der Autor, Privatdozent Dr. Rolf-Ulrich Kunze, ist Akad. Rat und Geschäftsführer der Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten an der Universität Karlsruhe (TH). Nach einer kurzen Einführung in die kirchenzeitgeschichtliche Problematik und Ambivalenz des Begriffs ,Kirchenkampf’ zeichnet er einige wesentliche Linien des evangelischen Kirchenkampfs zunächst auf Reichsebene und dann in der Pfalz nach.
 
Staat und Kirche haben nichts Jüdisches in ihren Reihen geduldet
Pfarrer Walter G. Mannweiler musste wegen seiner jüdischen Großmutter seine Kirche und Heimat verlassen. Von Glan-Münchweiler in der Nordpfalz führte sein Weg 1934 in die Schweiz, kurz bevor die "Deutschen Christen" den Arierparagraphen auch in der Kirche einführten und so Pfarrern nichtarischer Abstammung die Existenzgrundlage nahmen. Hier finden Sie ein einfühlsames Portrait des Dahner Historikers Otmar Weber zeichnet über einen Mann, der trotz übler Anfeindungen bis zuletzt Verbindung zur Pfalz hielt.
 
Christliche und jüdische Schriftauslegung
Das Christentum teilt den größten Teil der Bibel mit seinen jüdischen Glaubensgeschwistern. Das AT und zum guten Teil auch das NT sind jüdische Bücher, die die Christen nur ererbt haben. Was diese Assymetrie für die Kirchen bedeutet, beleuchtet eine Arbeitshilfe von Hans Maaß, Pfr. i.R. der ev. Kirche Badens und Mitglied des dortigen AK Christen und Juden. Bibel. Stefan Meißner, sein pfälzischer Kollege, vergleicht in seinem Beitrag christliche und jüdische Bibelauslegung miteinander.
H. Maaß: Eine überfällige Neubesinnung
S. Meißner: Zwei Religionen - ein Buch: Die Bibel
 
Brot als religiöses Symbol
Wer kennt sie nicht die Geschichten von der Brotvermehrung, vom Manna, das vom Himmel kam, und von den ungesäuerten Broten, die beim Auszug gegessen werden mussten? Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung des Brotes als Grundnahrungsmittel in biblischen Zeiten, aber auch als religiöses Symbol, das über sich selbst hinausweist auf eine jenseitige Wirklichkeit. Neugierig geworden? Dann klicken Sie hier...
 
Wer war schuld am Tod Jesu?
Warum mußte Jesus sterben? Was warf man ihm vor? Und: Wer war schuld an seinem Tod? Jahrhunderte lang hat man die Juden als Christusmörder aus ihren Häusern gejagt, sie totgeschlagen in der Meinung, so den Tod Jesu an ihnen zu rächen.
Hier erfahren Sie mehr über die näheren Umstände des Leidens und Sterbens des Mannes aus Nazareth.
Am 18.3.2004 lief Mel Gibsons Film "Die Passion Christi" in Deutschland an. Erneuert der Film den traditionellen Vorwurf gegen die Juden, den Messias getötet zu haben? Roman Heilligenthal, Professor für NT in Landau, findet: "Die Gewalt verstellt die Botschaft"
 
Kaj Munk und die Rettung der dänischen Juden
Kaj Munk, ein lutherischer Pfarrer, drohte wegen der Judenverfolgung durch die Deutschen den Besatzern mit einem Aufruhr der Dänen. Genau einen Monat später, am 5. Januar 1944, fand man bei Hørbylunde Bakke, kurz vor Silkeborg, seine Leiche. Am Abend zuvor hatte ihn ein SS-Kommando in seinem Pfarrhaus in Vedersø an der Nordsee verhaftet und abtransportiert. Pastor Munk war eine Symbolfigur des Widerstands gegen die deutschen Besatzer. Er wurde kaltblütig erschossen.
Mehr über diesen Mann des Widerstands finden Sie hier...
 
"Die braune Falle" - Der gegenwärtige Rechtsextremismus in Deutschland
"Wir haben es heute mit einem jüngeren, aktionistischeren und auch militanteren Rechtsextremismus zu tun," so lautet eine der Thesen , die Artur Hertwig, Direktor des Bundesamtes für Verfassungsschutz, bei einer Ausstellungseröffnung in Speyer vertrat. In seiner Rede machte Herweg auch deutlich, dass der rechte Rand des politischen Spektrums nach wie vor aktiv ist: In den letzten beiden Jahren sei das neonazistische Potenzial sogar um mehr als 35 Prozent angestiegen und umfasse mittlerweile etwa 4.000 Aktivisten.
Lesen Sie hier die gesamte Rede des Rechtsexrtremismus-Experten.
 
Die Rheinische Kirche zum christlich- jüdischen Dialog
Der sog. Rheinische Synodalbeschluss von 1990 gehört bis heute zu den Meilensteinen des christl.-jüd. Dialogs. Er ist bis heute so aktuell wie umstritten, insbesondere seine Rede von der bleibenden Erwählung Israels und des Staates Israel als "Zeichen der Treue Gottes".
Lesen Sie hier den Text der Verlautbarung
Diskussionsimpuls zur Lage in Israel / Palästina (2012)
2012 legte die Rheinische Kirche ein Diskussionspapier zum Nahostkonflikt vor, das das kirchliche Bekenntnis zur Treue Gottes zum jüdischen Volk in EInklag zu bringen versucht zur Verbundenheit auch mit dem palästinensischen Volk und insbesondere mit unseren palästinensischen Mitchristinnen und Mitchristen.
Das Papier der EKiR finden Sie hier...
 
Wer war schuld am Tod Jesu?
Warum mußte Jesus sterben? Was warf man ihm vor? Und: Wer war schuld an seinem Tod? Jahrhunderte lang hat man die Juden als Christusmörder aus ihren Häusern gejagt, sie totgeschlagen in der Meinung, so den Tod Jesu an ihnen zu rächen.
Hier erfahren Sie mehr über die näheren Umstände des Leidens und Sterbens des Mannes aus Nazareth.
In einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift "Blickpunkt.e" befasst sich S.Meißner unter der Überschrift: "Warum musste Jesus sterben?" mit den Problemen der Sühnetheologie
Mit der Kreuzestheologie befasst sich auch eine Orientierungshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland "Aus Leidenschaft zu uns": http://www.ekir.de/www/glauben/kreuzestheologie-10453.php

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