Neustadt an der Weinsstraße


Kollorierte Lithographie - Stadtarchiv Neustadt

Die Neustadter Synagoge in der Ludwigstraße wurde 1866 erbaut und am 17./18. Mai 1867 eingeweiht. Der Neubau wurde notwendig, da die alte Synagoge (gebaut 1764) in der Hintergasse nicht mehr ausreichte. Im Jahre 1900 leben in Neustadt 397 Bürger jüdischen Glaubens, in Geinsheim 46, in Mußbach 71 und in Lachen-Speyerdorf 25.

Über die neue Synagoge schreibt die "Neustadter Zeitung" am 21. Mai 1867:
"Im maurisch-romanischen Stil ragt das hübsche Haus mit seinen Minaretts ähnlichen Türmen aus herrlicher Umgebung hervor, ... ein monumentales Gebäude, das unserer Stadt zur Zierde, seinen Erbauern und Gründern zur Ehre gereicht."


Innenraum der Synagoge mit Blick auf den Toraschrein

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird die Synagoge von SA- und SS-Männern mit Benzin und Farbe in Brand gesteckt. Die Zeitung berichtete damals:

Am 9. November 1954 wird ein Gedenkstein aufgestellt. Der Stein trägt die Inschrift: "Den Opfern aus der Pfalz zum Gedenken". Er steht heute auf dem israelitischen Friedhof.

Am 9. November 1988 wurde in der Ludwigstraße ein neuer Gedenkstein enthüllt (Bild).

Links
Weitere Infos über Stätten jüdischen Lebens in Neustadt/W. unter http://www.gedenken-und-mahnen.de

Zum jüdischen Friedhof Neustadt/Wstr.

Literatur
"Vorbei - Nie ist es Vorbei. Beiträge zur Geschichte der Juden in Neustadt" (2005), zu Beziehen ist das Buch in den Neustadter Buchhandlungen oder bei Paul Habermehl, Scharfeneck 2, 67434 Neustadt, Tel: 06321/ 80714.
Hier
finden Sie die Buchbesprechung von Michael Landgraf


Unser Buchtipp

Eberhard Dittus: Jüdisches Neustadt. Einladung zu einem Rundgang, 2009
Die Broschüre ist für 3,00 Euro erhältlich im Buchhandel unter ISBN 3-933231-40-X

oder bei und zum kostenlosen Herunterladen (als pdf-Dateien):
die Innenseiten (1,4MB)
der Titel
der Stadtplan