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Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit-Pfalz

Die Gesellschaft ist eine von über 80 Christlich-Jüdischen Gesellschaften, die im Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zusammen geschlossen sind. Der Koordinierungsrat vertritt die Gesellschaften im International Council of Christians and Jews.
Im Jahre 1990 wurde der Förderkreis zur Errichtung der Chana-und-Peter-Siegel-Stiftung in die Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit Landau umgewandelt, die sich im Jahre 1995 in Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit Pfalz umbenannte. Mit dieser Umbenennung wurde die Tatsache berücksichtigt, dass in Kaiserslautern in der Zwischenzeit wieder eine jüdische Gemeinde gegründet worden war, die nun durch den weiter gefassten geographischen Begriff „Pfalz“ auch im Namen der Gesellschaft repräsentiert ist.
Mehr über die Ziele der GCJZ erfahren Sie hier...

Christen und Juden - im Gottesdienst und im Alltag bewähren

Als Christinnen und Christen an der Seite Israels vor dem gemeinsamen Gott stehen - was das bedeutet, erläutert Katja Kriener, scheidende Landespfarrerin für den christlich-jüdischen Dialog der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in einem Presse-Gespräch. Als Wegbereiterin des christl.-jüdischen Dialogs hat sie sich Jahrzenhnte lang Resprekt erworben mit ihrer Arbeit. Nun blickt sie zurück auf die großen Errungenschaften Ihres Dienstes wie die Verfassungsänderung der Rheinischen Kirche, sie benennt aber ebenso bleibende Aufgaben im christlich-jüdischen Dialog.
Hier finden Sie das ganze Interview mit Kataja Kriener

„Jischor - gedenke!“ - Von Sinn und Unsinn des Erinnerns

Was in den Jahren der Nazidiktatur in Deutschland geschah, gehört zum Schrecklichsten, was Menschen je einander angetan haben. Diese Epoche des Terrors und der Erniedrigung nicht aus den Augen zu verlieren, sondern sie im Gedächtnis der Menschheit zu bewahren ist ein moralischer Imperativ, der vor allem uns Deutsche verpflichtet. Stefan Meißner fragt in seinem Beitrag nach den Motiven des Erinnerns, nach seinem Sinn, aber auch nach den Widerständen, die sich gegen das Erinnern regen, nach den Gefahren und Grenzen des Erinnerns.
Den ganzen Beitrag lesen Sie hier...

Der Lavendel der Langgässer- Ein Stück Nachkriegsgeschichte von Ro Tritschler

Als „Halbjüdin“ eingestuft, stand Elisabeth Langgässer während des Nationalsozialismus unter Publikationsverbot, während ihre Tochter Cordelia nach Auschwitz deportiert wurde. Sie überlebt. Mutter und Tochter treffen sich nach fünf Jahren der Trennung in Rheinzabern wieder. Mit der Ankunft der Tochter Cordelia spitzen sich die Ereignisse im Dorf dramatisch zu. Das ganze Dorf wird hineingesogen in die Fragen um Schuld und Vergebung, Vergessen oder Erinnern. Premiere ist am 6. Februar 2010.
Mehr erfahren Sie hier (externer Link! zum Chawwerusch-Theater)

Nachfolgespekulationen um Charlotte Knobloch

Charlotte Knobloch steht offenbar nicht mehr für eine zweite Amtszeit als Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland zur Verfügung. Wie der Bayerische Rundfunk aus gut informierten Kreisen erfahren hat, wird Charlotte Knobloch Ende dieses Jahres ihr Amt abgeben. Am Sonntag kommt der Vorstand des Zentralrats der Juden zu einer Gremiensitzung zusammen, diese Sitzung sei allerdings keine Krisensitzung, heißt es. Erwartet wird aber, dass Charlotte Knobloch ihren Rückzug dort bekannt gibt. Für die Nachfolge der 77-jährigen sind offenbar die beiden Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn und Dieter Graumann, im Gespräch. Charlotte Knobloch hatte in der Vergangenheit betont, dass sie ihre eigene Amtszeit nur als Interimslösung ansieht und einem Generationenwechsel nicht im Wege steht. Knobloch gehört zu der Generation, die den Holocaust selbst erlebt hat. (Quelle: Kirchen-Newsletter - Bayerischer Rundfunk, 4.2.10)

Neues Perikopenmodell der KLAK - Die ganze Bibel im Gottesdienst zu Wort kommen lassen

Eine Arbeitsgruppe der „Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden“ (KLAK) hat einen Entwurf einer neuen Perikopenordnung erstellt, der Pfarrerinnen und Pfarrern zum „Experimentieren“ in die Hand gegeben und im Frühjahr auf einer Konsultation der EKD im Rahmen des Revisionsprozesses der Perikopenordnung diskutiert wird. Dazu der KLAK-Vorsitzende Michael Volkmann: „Statt wie bislang die Bibel für die Lesungen in drei Textbereiche aufzuteilen: Altes Testament, Epistel, Evangelium, schlägt die Arbeitsgruppe eine Fünfteilung vor: Tora, Propheten, Schriften, Evangelium, Epistel. An jedem Sonn- und Feiertag soll wenigstens ein Text aus den ersten drei Bereichen und einer aus den beiden letzten Bereichen als Lesetexte ausgewählt werden (…). Dieses Modell zeigt eine Möglichkeit auf, wie die ganze Bibel zu Wort kommen kann. Ähnlich der bisherigen Perikopenordnung erlaubt es, sämtliche vorgeschlagenen Texte im überschaubar erlebbaren Verlauf von fünf Jahren zu predigen.“
Hier erfahren Sie mehr über das neue Perikopenmodell

Purim - das Losfest


Purim ist eines der jüngeren Feste im im jüdischen Kalender und wird am 14. und 15. Tag des jüdischen Monats Adar ausgerichtet. Das ist in diesem Jahr 2010 der 28. Februar. Purim erinnert an die Errettung der persischen Juden vor der Verfolgung zur Zeit des persischen Königs Ahasver (Xerxes I), wie sie im Buch Esther (AT) aufgezeichnet ist. Kinder lieben dieses Fest, denn sie dürfen dabei mit Ratschen Krach machen und im Gottesdinest den Schurken der Ester-Geschichte ausbuhen: Haman, der das Los warf, um herauszufinden, welcher Tag am geeignetsten sei, um die Juden zu ermorden. Außerdem verkleiden sich die Kleinen, was dem Fest etwas von der Stimmung des christlichen Fasching verleiht.
Mehr über Purim finden Sie hier...

Papst Benedikt besucht erstmals Roms Synagoge - gemischte Reaktionen

Papst Benedikt XVI. forderte bei seinem Besuch in der Großen Synagoge von Rom Christen und Juden auf, den Weg der Aussöhnung und des Dialogs fortzusetzen. Die Neuorientierung der katholischen Kirche im Zweiten Vatikanischen Konzil sei unwiderruflich. Während der Ökumene-Verantwortliche des Vatikans Kardinal Walter Kasper den Besuch als „Neuanfang nach langer Zeit der Differenzen und Schwierigkeiten“ bewertete, beklagte der Präsident der jüdischen Gemeinde von Rom, Riccardo Pacifici, in seiner Rede das „schmerzende Schweigen Pius XII.“ im Dritten Reich und forderte die vollständige Öffnung der Archive im Vatikan.
Der Besuch Benedikts bei der jüdischen Gemeinde Roms war mit Spannung erwartet worden. Seit seinem Amstantritt hatte es immer wieder Irritationen im jüdisch-katholischen Verhältnis gegeben: Neben den Karfreitagsfürbitten und der Rehabilitation der Traditionalisten um den Holocaust-Leugner Williamson hatte im letzten Jahr v.a. die geplante Heiligprechung des umstritenen Papstes Pius XII. für Wirbel gesorgt. Auch der Koordinierungsrat der GCJZ hatte aus "Sorge um eine weitere Belastung des jüdisch-christlichen Verhältnisses" für ein "Moratorium" dieses Vorhabens plädiert.
Den ganzen Brief des Koordinierungsrates an Papst Benedikt XVII finden Sie hier...

Geschichte der Juden in der Pfalz - vier exemplarische Prortraits

Die vier biographischen Portraits von Stefan Meißner bieten eine gut lesbare, kurzweilige Einführung in die jüdische Regionalgeschichte. Jedes Portrait steht dabei exeplarisch für eine ganze Epoche. Am Anfang steht ein Kantor aus dem mittelalterlichen Speyer zur Zeit der Kreuzzüge:
Teil 1: David Ben Meschulam aus Speyer

Der zweite Lebenslauf ist der eines Rabbiners im südpfälzischen Ingenheim. Er lebte in der Zeit, als Franzosen und Bayern in der Region das Sagen hatten:
Teil 2: Anselm Schoflich Lévi
Für die Zeit der Verfolgung und Vernichtung der Juden in der Pfalz steht die Frau des letzten Landauer Rabbiners, die die Ereignisse der Pogromnacht als Schülerin miterleben musste, bevor sie mit ihrer Familie in die USA emigrierte:
Teil 3: Lore Metzger, geb. Scharff
Das aktuelle jüdische Leben, das seit den 90er-Jahren geprägt ist durch den Zuzug von Menschen aus der ehem. Sowjetunion. Hierfür steht stellvertretend eine Biografie, die erfunden und doch nah an der gegenwärtigen Realität ist:
Teil 4: Jana Kamenetzki aus Kaiserslautern

Ausstellung Akim in Ludwigshafen: Behinderte Künstler aus Jerusalem

Im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ präsentiert der Gesprächskreis Juden und Christen in Ludwigshafen mit dem Rhein-Pfalz-Kreis im Ernst-Bloch-Zentrum die Ausstellung „Akim: Behinderte Künstler aus Jerusalem“. Akim ist eine gemeinnützige Organisation in Jerusalem, die sich Menschen mit geistiger Behinderung und anderen Entwicklungsstörungen widmet.
Zur Ausstellungseröffnung am Montag, 8. März 2010, 19.00 Uhr, findet auch ein Symposium statt unter dem Motto: "Deutsch-Israelische Freundschaft in Gegenwart und Zukunft" Das Symposium will konkrete Kooperationsprojekte anstoßen und berichtet von Projekten aus dem Bereich des deutsch-israelischen Dialogs. Hauptreferent ist der ehem. Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Dr. Bernhard Vogel.
Neben ihm auf dem Podium: Prof. Dr. Johannes Heil, Prorektor der Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg, Dr. Susanne Kokkonen, Yad Vashem, Jerusalem, Stefan Rothschild, Akim, Jerusalem, Daniela Epstein, Sar-El Tours & Travel, Jerusalem. Moderation: Christine Dietrich, Pfarrerin in Ludwigshafen-Ruchheim. Der Eintritt ist frei.

Einführung in die Geschichte des Alten Israel

Aus dem biblischen Israel heraus entwickelten sich in einem langen Prozess Judentum, sowie Christentum. Seine Geschichte führt von den noch nomadisch lebenden Erzeltern, über die Sklaverei in Ägypten und die Landnahme hin zum Königtum, das unter David und Salomo seine größte Ausdehnung fand. Nach der Reichsteilung fiel erst das Nordreich Israel den assyrischen, dann das Südreich Juda den babylonischen Großmachtsambibionen zum Opfer. Nach dem babylonischen Exil entsteht unter der Vorherrschaft der Perser und der Griechen das Judentum als eine der großen Weltreligionen.
Die vorliegende Darstellung, die mit den Mitteln der hist.-kritischen Forschung die biblischen Schriften, aber auch die archäologischen Überreste auswertet, ist garniert mit vielen didaktischen Anregungen und einer Menge Bildern, die der Autor zum guten Teil selbst aus Israel mitgebracht hat. Theologiegeschichtliche Exkurse, etwa über die alttest. Messiaserwartung, das Thema Prophetie oder die Apokalyptik, runden das Angebot ab.
Neugierig geworden? Hier geht es los, zunächst mit Bemerkungen über die Topographie des Hl. Landes

Ein fast vergessenes Gotteshaus - Die Herxheimer Synagoge

Ein Menschenalter ist es nun her, dass die Herxheimer Synagoge zunächst verwüstet, dann abgebrochen und schließlich dem Erdboden gleich gemacht wurde. Heute erinnert fast nichts mehr an dieses jüdische Kultgebäude. Ein Ornamentstein, ein Foto, ein silberner Thorazeiger, ein Paar Kristalle des Kronleuchters... Das ist alles, was vom jüdischen Gotteshaus an der Oberen Hauptstraße übrig geblieben ist. Anlässlich des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht hat der Historiker Andreas Imhoff eine kleine Geschichte dieses fast vergessenen Gotteshauses und seiner ehemaligen Gemeinde verfasst.
Hier geht es zu dem besagten Aufsatz.
Mehr Informationen über die Ereignisse rund um den 9.11.1938 gibt es hier...

Große Bildergalerie: Der Essinger Judenfriedhof

"Sein Reichtum an bedeutenden Grabmählern (...) verleiht dem Essinger Friedhof einen Rang vor allen anderen jüdischen Friedhöfen der Pfalz," so urteilte Hermann Arnold in seinem Buch über die Südpfäzer Juden nicht ohne Grund. Ein schier unerschöpflicher Reichtum an Formen und Ornamenten begegnet uns auf dieser letzten Ruhestätte, die mit über ein Hektar zugleich einer der größten in der Region ist. Hier wurden Juden aus gut 30 Gemeinden beigesetzt. Das ältetste Grab von 1647 lässt vermuten, dass der Essinger Friedhof schon vor dem 30-jährigen Krieg existierte.
Hier geht es zu der umfangreichen Bildergalerie
Hier finden Sie etwas Hintergrundwissen über jüdische Friedhöfe

Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Neustadt geplant

Hornbach und der Verein Friedensinitiative Neustadt haben erste Gespräche zur Verwirklichung einer Gedenkstätte für die Neustadter Opfer des Nationalsozialismus im Schutzhaftlager der ehemaligen Turenne-Kaserne, heute Quartier Hornbach, aufgenommen. Es ist geplant, dafür das einstige Gefängnis der Kaserne zu nutzen. Dort soll neben der Ausstellung von Dokumenten auch ein außerschulischer Lernort eingerichtet werden. Es ist vorgesehen, dass als Träger der Gedenkstätte die Friedensinitiative fungiert, so deren Vorsitzender Eberhard Dittus. Die geplante Gedenkstätte habe überregionale Bedeutung, so Dittus, denn es liegt eine Liste mit 356 Häftlingen vor, die aus 64 Orten in der Pfalz stammen, darunter aus Landau, Landstuhl, Kaiserslautern, Pirmasens, Mutterstadt, Bad Dürkheim, Kusel und Neustadt. Unter den Häftlingen waren Arbeiter und Ärzte, Rechtsanwälte und Bürgermeister, Winzer und Waldarbeiter und der evangelische Pfarrer Oswald Damian aus Pirmasens, der lange Zeit im südpfälzischen Kandel seinen Dienst versah.
Nachzulesen und auszudrucken ist die Häftlingsliste unter www.friedensforum-neustadt.de

Kirchen und Friedensinitiativen in der Pfalz erinnern an NS-Opfer

Gedenkfeiern für die Opfer des Nationalsozialismus veranstalten anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar protestantische und katholische Kirchen sowie die Friedensinitiative Neustadt. Die Feiern in der Neustadter Stiftskirche und in der Speyerer Heiliggeistkirche werden von Schülern mitgestaltet. Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein offizieller Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft. Vor 65 Jahren waren die überlebenden Häftlinge des Vernichtungslagers Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit worden.
Mehr über die geplanten Veranstaltungen erfahren Sie hier...

Abschied vom Provisorium - Jüdische Gemeinden in Rheinland-Pfalz von 1945 bis heute

Die jüdischen Gemeinden entllang des Rheins zählen zu den ältesten in ganz Deutschland. Nach der Shoah sah es so aus, dass das Ende dieser ehrwürdigen Tradition gekommen sei. Die wenigen im Land verbliebenen oder hierher zurückgekehrten Juden sahen jüdisches Leben im "Land der Täter" nur noch als Provisorium an. Viele wanderten nach Israel aus - oder machten aus dem Provisorium einen Dauerzustand. Die junge Generation von Juden in Deutschland versteht sich mehrheitlich als postzionistisch, will hier ein neues Judentum schaffen, in dem der Jude "Prototyp des Fremden" ist. Spätestens seit der Zuwanderung russischer Juden - trotz aller Spannungen, die sie mit sich brachte - scheint die Zukunft der jüdischen Gemeinden gesichert. Peter Waldmann, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz , untersucht die verschiedenen Phasen dieses permanenten Wandels und zieht Konsequenzen für die aktuelle Situation.
Seinen ganzen Beitrag lesen Sie hier...

Stolpersteine immer mehr auch in der Pfalz

Schon seit Jahren erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Opfer der Nazi-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Gehweg einlässt. Bis heute gibt es über 5500 Steine in rund 100 Ortschaften. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Die Steine vor den Häusern soll die Erinnerung an die Menschen lebendig halten, die hier einmal wohnten. Finanziert wird die Herstellung und Verlegung der Steine durch private Patenschaften, die einmalig € 95,- kosten. Nachfolgend einige Beispiele aus der Region.
www.stolpersteine.com (Homepage des Künstlers)
http://www.ludwigshafen-setzt-stolpersteine.de
http://www.neustadt.eu/
http://www.juden-in-frankenthal.de/
http://www.dahner-felsenland.net/
Stolpersteine in Landau

Wie Jesus zum ›Arier‹ gemacht wurde

Es gibt viele Motive, Jesus aus dem jüdischen Volk zu lösen und zum Arier zu machen. Die "Deutschen Christen" wollten so die jüdischen Wurzeln ihres Religionsstifters kaschieren, die zu ihrem Rassentisemtismus so gar nicht passen wollten. Sublimer waren die Versuche im 19. Jhd., durch eine überkonfessionelle Religion auf jesuanischer Basis, das deutsche Volk zu einen. Wieder andere Motive stehen im Hintergrund, wenn Franz Alt oder jüngst der SPIEGEL Jesus in Kontrast zur jüdischen Religion rücken. Wolfgang Fenske, Autor einer Monografie zum gleichen Thema, warnt: Eine Missachtung Jesu als Jude war und ist "Ausdruck der Missachtung von Menschen" – und verband sich stets Angriffen gegen Juden oder Judenchristen.
Den ganzen Artikel Fenskes lesen Sie hier...
Mehr Informationen zum Buchs über "Die Arisierung Jesu"

Thesenreihe und "Ressource-Guide" zum Thema Israel

Im Dezember 2006 hat der landeskirchliche Arbeitskreis "Kirche und Judentum" in der Pfalz eine Thesenreihe mit dem Titel „Israel: Staat – Land – Volk“ der Öffentlichkeit zur Diskussion vorgelegt. In einem politisch-historischen Teil wird die Bedeutung des Staates Israel als „Schutzgehäuse“ für Jüdinnen und Juden gegen Verfolgung betont, aber auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat. Im zweiten Hauptteil steht die Auslegung der Bibel, besonders der alttestamentlichen Landnahmetraditionen, im Mittelpunkt.
Nun hat der Arbreitskreis rechtzeitig zum Israeljahr 2008 nachgelegt, indem er einen Ressource-Guide veröffentlicht, der mithelfen soll, die teilweise unübersichtliche Diskussionslage in Bezug auf den Staat und das Land Israel zu entwirren. Außerdem sollen praktische Tipps für die Arbeit in den Gemeinden und für die Bildungsarbeit an die Hand gegeben werden. Die ersten Beiträge, die im Pfälzer Pfarrerblatt Themenheft 7-8/2007 in gedruckter Form erschienen sind, finden sich jetzt auch auf unserer Webseite.
Hier können Sie die Thesen zu Israel nachlesen.
Hier geht es zu unserem Diskussionsforum.
Weitere Informationen zum Ressource-Guide
Inhaltsübersicht der Beiträge im Pfarrerblatt

Jüdisches Leben an der Spree - Judentum in Berlin

Heute leben in Berlin gut 15.000 Jüdinnen und Juden. Das ist wenig im Vergleich zur Weimarer Republik, als die Zahl noch 173.000 betrug. Es ist aber ein Vielfaches der etwa 5.000 Menschen, die es nach dem 3. Reich noch waren. Dank der Einwanderung russicher Juden nach dem Mauerfall mausert sich Berlin heute wieder zu einer jüdischen Metropole mit zahlreichen Synagogen, koscheren Läden und Restaurants. Sogar eine Jeshiva, eine orthodoxe Hochschule, besitzt die Stadt wieder. Eine bunte Szene entsteht, nicht nur rund um den Hackeschen Markt und die Oranienburgerstraße, sondern auch in anderen Vierteln der Stadt.
Hier finden online Sie den ganzen Beitrag über das jüdische Berlin
Hier gibt es den Reiseführer: "Jüdische Orte in Berlin"
Historische Beiträge und viele Bilder gibt es in diesem Bildband

"Die Hausbewohner schrieen jämmerlich" - Zeitzeugen berichten von der Reichspogromnacht in Dahn

"Es geschah vor 70 Jahren - Die Reichspogromnacht in Dahn", so ist eine Ausstellung betitelt, die bis 21.11. im Dahner Bürgersaal zu sehen war. Der Initiator, der Lehrer im Ruhestand Otmar Weber, hat über viele Jahre hinweg akribisch Unterlagen über die Geschichte der Juden im Wasgau gesammelt. Darunter befinden sich auch einige historisch wertvolle Zeitzeugenberichte über die Vorgänge am 10.11.1938. Aus erster Hand erfährt man über die Plünderung jüdischer Anwesen: "Die Straße war mit Gegenständen aus dem Hause Julius Levy übersät. Mancher Dahner bediente sich."
Eines der Opfer des Pogroms, der Mediziner Dr. Willy Katz, berichtete davon in einem Brief an seinen Bruder
Hier finden Sie die anderen Zeitzeugenberichte in voller Länge.
Hier einge Informationen über die ehemalige Synagoge in Dahn
Am 15.12.2008 ist als Broschüre DIN-A4, Farbumschlag, 80 Seiten erschienen: "Es geschah vor 70 Jahren - die Reichspogromnacht in Dahn -" Euro 12,50. Mehr Infos über diese Publikation erhalten SIe hier...

"... gelitten unter Pontius Pilatus" - Wer war der Mann, der Jesus kreuzigen ließ?

„Was ist Wahrheit?“ lässt der Evangelist Johannes (18,38) Pilatus fragen, als dieser Jesus verhört, und dieselbe Frage könnten wir auch an Pilatus richten. Was ist Wahrheit an der Schilderung seiner Person und seines Handelns in der Passionserzählung?
Wer war der Mann, von dem berichtet wird, dass er seine Hände in Unschuld wusch, als es darum ging, Jesus zum Tode zu verurteilen? Wissen wir über ihn nur das, was in den Evangelien steht, oder gibt es über sein Leben außerhalb der Bibel Nachrichten und Zeugnisse? Gabriele Gierlich untersucht biblische und außerbiblische Quellen und geht dabei auch der Pilatuslegende in der späteren christlichen Literatur und Kunst nach.
Hier finden Sie den ganzen Beitrag über Pontius Pilatus.

Der Kirchenkampf in der Pfalz

1995 hielt der 2005 verstorbene Pfarrer Paul Werron, selbst aktives Mitglied der Bekennenden Kirche (BK), einen Vortrag bei der Senioren-Akademie Melanchthonkirche. Dort erinnert sich der Zeitzeuge an die Vorgänge in der evangelischen Kirche, die er als junger Vikar in Ludwigshafen miterlebt hatte.
Hier finden Sie die Lebenserinnerungen Werrons an eine düstere Zeit.
Von "Selbstgleichschaltung, Anpassung und Autonomiebehauptung" der Pfälzer Protestanten im Kirchenkampf berichtet Rolf-Ulrich Kunze (Universität Karlsruhe, TH). Detailiert arbeitet er die Besonderheiten der Entwicklung in der Pfalz heraus, etwa die auffällig hohe Bereitschaft der kirchenpolitischen Parteien zum pragmatischen Ausgleich der Gegensätze.
Zum Aufsatz Kunzes geht es hier...

Jüdisches Leben in Speyer - Einladung zu einem Stadtrundgang

In der Grabungskampagne von März bis Mai 2001 wurden in der Nähe des Doms Reste einer mittelalterlichen Synagoge zu Tage gefördert. Sie ist der älteste aufrecht stehende jüdische Kultbau in Mitteleuropa. Auch ein jüdisches Ritualbad (Mikwe) ist erhalten mit z.T. schön erhaltenen Steinskulpturen. Also: Nichts wie hin und mal selbst angeschaut! Eine große Hilfe bei dieser Exkursion stellt die gerade erschienene Broschüre „Jüdisches Leben in Speyer“ dar. Mit Hilfe dieses von Johannes Bruno und Eberhard Dittus erarbeiteten Heftes lassen sich hervorragend Gemeindeveranstaltungen/-fahrten planen, auch für den Unterrricht stellt es eine wertvolle Hilfe dar.
Das Heft liegt jetzt - exklusiv bei uns - in einer online-Version vor!
Teil 1: Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Speyer vom Mittelalter bis zur Neuzeit
Teil 2: Ein Rundgang durch das jüd. Speyer
Weitere Infos zur Geschichte der Synagoge geht es hier...
Hier finden Sie noch mehr Informationen über das Ritualbad
Nicht zu vergessen: Es gibt wieder eine jüdische Gemeinde in Speyer

Judentum im Überblick

David Seldner, ehem. Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe und Delegierter im Oberrat der Israelitischen Religionsgemeindschaft Baden, ist ein knapper und dennoch präziser Überblick über das Judentum in allen seinen Nuancen gelungen.
[Teil 1: die Feste und Bräuche im Lebenszyklus]
[Teil 2: Die jüdischen Speisegebote]
[Teil 3: Die jüdischen Schriften]
[Teil 4: Die Strömungen im Judentum]
[Teil 5: Das jüdische Jahr im Überblick]
[Teil 6: Der Sabbat]

Den gesamten Beitrag zum Herunterladen (pdf-Datei) gibt es hier...

Klein-Jerusalem in der Pfalz - die Gemeinde Ingenheim

Etwa auf halbem Weg zwischen Landau und Bad Bergzabern liegt der Ort Ingenheim. Dieses kleine Gemeinwesen beherbergte um die Mitte des 19. Jhd. die bedeutendste jüdische Gemeinde der Pfalz. Die 578 jüdischen Bürger (1847) stellten etwa ein Drittel der damaligen Gesamtbevölkerung. Zum 70. Jahrestag der Reichspogronacht fand hier eine Gedenkfeier statt, auf der sich die Verantwortlichen fragten, wie ein angemessener Umgang mit diesem reichen jüdischen Erbe aussehen könnte. Das einzige, was bisher daran erinnert, ist eine Gedenktafel am Ort der einstigen Synagoge. Wie könnte es weiter gehen, damit nichts dem Vergessen anheim fällt?
Hier finden Sie weitere Informationen über die ehemalige Ingenheimer Judengemeinde
Hier finden Sie Bilder von Resten jüdischen Lebens in Ingenheim
Den Rückblick einer Ingenheimer Jüdin auf die Jahre der Naziherrschaft kann man hier nachlesen.

Widerstand und Trost in schweren Zeiten - Martin Buber und die Heilige Schrift

Der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber hat die hebräische Bibel einmal die "Gemeinsame Urwahrheit" von Christen und Juden genannt. Ihre Übersetzung ins Deutsche war sein großes Lebenswerk - zusammen mit dem schon früh verstorbenen Franz Rosenzweig. Diese Arbeit fiel ironischerweise genau in eine Zeit, in der fast alle Jüdinnen und Juden deutscher Sprache durch den Genozid Hitlers ausgerottet oder vertrieben wurden, sodass Gerschom Scholem bei Abschluss der Übersetzung 1961 sagen konnte: "Die Juden, für die Sie übersetzt haben, gibt es nicht mehr.“ Dennoch: Bubers Schriftübersetzung war ein Dokument des Widerstandes gegen das NS - Regime, das leise, aber doch unüberhörbar das wegweisende Wort Gottes zu Gehör bringt -dort , wo die menschliche Stimmen zu verstummen drohen.
Hier finden Sie die ganze Studie von Helmut Foth
Hier als pdf-Datei mit Fußoten
Als Hintergrund gut geeignet: "Martin Buber - Leben und Werk" von Andreas Schmidt.

Lesenwert! - Moshe Zimmermanns "Deutsch gegen Deutsche"

"Schade, dass das Buch nicht einige Monate früher erschienen ist; es hätte so manche gedankenlose Gedenkrede zum 70. Jahrestag der 'Reichskristallnacht' vor erstarrtem Ritualismus bewahren können. Der Titel ist Programm: er macht eine verdrängte Wahrheit bewusst; denn die deutschen Juden waren und blieben Deutsche."
So urteilt Dr. Hans Maaß, ausgewiesener Kenner der Geschichte des Judentums, in seiner Besprechung eines Buches, das durchaus zu einem Standardwerk werden könnte.
Hier gehts zur Buchbespreechung von Hans Maaß
Hier gehts zu unserem Partner AMAZON - direkt zum Zimmermann-Buch!
Mehr Informationen über die Ereignisse rund um den 9.11.1938 gibt es hier...
Weitere Buchbesprechungen gibt es in unserer Bücherecke

Der 9. November als offizieller kirchlicher Gedenktag?

Am 25.10.2007 war es so weit: Die Evangelische Landessynode in Württemberg fasste bei ihrer Herbstsitzung im Stuttgarter Hospitalhof den Beschluss, den 9. November als Tag der Erinnerung und Umkehr einzuführen. Den Gemeinden wird empfohlen, jährlich am 9. November. Der Antrag für diesen Beschluss beruht auf einer Initiative des Arbeitskreises „Begegnung mit der jüdischen Gemeinde Petrosawodsk“ an der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Tübingen. Diese Initiative wurde am 7. September 2005 durch Pfarrer Dankwart-Paul Zeller und Pfarrer Dr. Michael Volkmann gestartet.
Lesen Sie hier den ursprünglichen Tübinger Aufruf
Brauchen wir überhaupt einen Gedenktag zur Reichspogromnacht?, fragt Schoschana Maitek-Drzevitzky, Oberstudienrätin in Ludwigshafen/Mannheim und Mitglied der Jüdischen Gemeinde Mannheim und des Leitungskreises des Gesprächskreises Juden-Christen in Ludwigshafen und Rhein-Pfalz Kreis. Ihre klare Antwort: "Ja, unbedingt". In ihrer Rede zur offiziellen Gedenkfeier der Stadt Ludwigshafen forderet sie dazu auf, ein Zeichen zu setzen, dass die Bürger nicht bereit sind wegzuschauen.
Hier finden Sie den ganzen Beittag von Fr. Maytek
Mehr Informationen über die Ereignisse rund um den 9.11.1938 gibt es hier...
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