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Die Gesellschaft ist eine von über 80 Christlich-Jüdischen
Gesellschaften, die im Deutschen
Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
zusammen geschlossen sind. Der Koordinierungsrat vertritt die Gesellschaften
im International Council of Christians and Jews.
Im Jahre 1990 wurde der Förderkreis zur Errichtung der Chana-und-Peter-Siegel-Stiftung in die Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit Landau umgewandelt, die sich im Jahre 1995 in Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit Pfalz umbenannte. Mit dieser Umbenennung wurde die Tatsache berücksichtigt, dass in Kaiserslautern in der Zwischenzeit wieder eine jüdische Gemeinde gegründet worden war, die nun durch den weiter gefassten geographischen Begriff „Pfalz“ auch im Namen der Gesellschaft repräsentiert ist. Mehr über die Ziele der GCJZ erfahren Sie hier... |
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Als Christinnen
und Christen an der Seite Israels vor dem gemeinsamen Gott stehen - was
das bedeutet, erläutert Katja Kriener, scheidende Landespfarrerin
für den christlich-jüdischen Dialog der Evangelischen Kirche
im Rheinland (EKiR) in einem Presse-Gespräch. Als Wegbereiterin des
christl.-jüdischen Dialogs hat sie sich Jahrzenhnte lang Resprekt
erworben mit ihrer Arbeit. Nun blickt sie zurück auf die großen
Errungenschaften Ihres Dienstes wie die Verfassungsänderung der Rheinischen
Kirche, sie benennt aber ebenso bleibende Aufgaben im christlich-jüdischen
Dialog. |
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Was in den Jahren der Nazidiktatur in Deutschland geschah,
gehört zum Schrecklichsten, was Menschen je einander angetan haben.
Diese Epoche des Terrors und der Erniedrigung nicht aus den Augen zu verlieren,
sondern sie im Gedächtnis der Menschheit zu bewahren ist ein moralischer
Imperativ, der vor allem uns Deutsche verpflichtet. Stefan Meißner
fragt in seinem Beitrag nach den Motiven des Erinnerns, nach seinem Sinn,
aber auch nach den Widerständen, die sich gegen das Erinnern regen,
nach den Gefahren und Grenzen des Erinnerns. |
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Als „Halbjüdin“
eingestuft, stand Elisabeth Langgässer während des Nationalsozialismus
unter Publikationsverbot, während ihre Tochter Cordelia nach Auschwitz
deportiert wurde. Sie überlebt. Mutter und Tochter treffen sich nach
fünf Jahren der Trennung in Rheinzabern wieder. Mit der Ankunft der
Tochter Cordelia spitzen sich die Ereignisse im Dorf dramatisch zu. Das
ganze Dorf wird hineingesogen in die Fragen um Schuld und Vergebung, Vergessen
oder Erinnern. Premiere ist am 6. Februar 2010. |
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Eine Arbeitsgruppe der „Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen
und Juden“ (KLAK) hat einen Entwurf einer neuen Perikopenordnung erstellt,
der Pfarrerinnen und Pfarrern zum „Experimentieren“ in die Hand gegeben
und im Frühjahr auf einer Konsultation der EKD im Rahmen des Revisionsprozesses
der Perikopenordnung diskutiert wird. Dazu der KLAK-Vorsitzende Michael
Volkmann: „Statt wie bislang die Bibel für die Lesungen in drei
Textbereiche aufzuteilen: Altes Testament, Epistel, Evangelium, schlägt
die Arbeitsgruppe eine Fünfteilung vor: Tora, Propheten, Schriften,
Evangelium, Epistel. An jedem Sonn- und Feiertag soll wenigstens ein Text
aus den ersten drei Bereichen und einer aus den beiden letzten Bereichen
als Lesetexte ausgewählt werden (…). Dieses Modell zeigt eine
Möglichkeit auf, wie die ganze Bibel zu Wort kommen kann. Ähnlich
der bisherigen Perikopenordnung erlaubt es, sämtliche vorgeschlagenen
Texte im überschaubar erlebbaren Verlauf von fünf Jahren zu predigen.“ |
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Purim ist eines der jüngeren Feste im im jüdischen Kalender und wird am 14. und 15. Tag des jüdischen Monats Adar ausgerichtet. Das ist in diesem Jahr 2010 der 28. Februar. Purim erinnert an die Errettung der persischen Juden vor der Verfolgung zur Zeit des persischen Königs Ahasver (Xerxes I), wie sie im Buch Esther (AT) aufgezeichnet ist. Kinder lieben dieses Fest, denn sie dürfen dabei mit Ratschen Krach machen und im Gottesdinest den Schurken der Ester-Geschichte ausbuhen: Haman, der das Los warf, um herauszufinden, welcher Tag am geeignetsten sei, um die Juden zu ermorden. Außerdem verkleiden sich die Kleinen, was dem Fest etwas von der Stimmung des christlichen Fasching verleiht. |
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Papst Benedikt XVI. forderte bei seinem Besuch in der
Großen Synagoge von Rom Christen und Juden auf, den Weg der Aussöhnung
und des Dialogs fortzusetzen. Die Neuorientierung der katholischen Kirche
im Zweiten Vatikanischen Konzil sei unwiderruflich. Während der Ökumene-Verantwortliche
des Vatikans Kardinal Walter Kasper den Besuch als „Neuanfang nach langer
Zeit der Differenzen und Schwierigkeiten“ bewertete, beklagte der Präsident
der jüdischen Gemeinde von Rom, Riccardo Pacifici, in seiner Rede das
„schmerzende Schweigen Pius XII.“ im Dritten Reich und forderte die vollständige
Öffnung der Archive im Vatikan. Der Besuch Benedikts bei der jüdischen Gemeinde Roms war mit Spannung erwartet worden. Seit seinem Amstantritt hatte es immer wieder Irritationen im jüdisch-katholischen Verhältnis gegeben: Neben den Karfreitagsfürbitten und der Rehabilitation der Traditionalisten um den Holocaust-Leugner Williamson hatte im letzten Jahr v.a. die geplante Heiligprechung des umstritenen Papstes Pius XII. für Wirbel gesorgt. Auch der Koordinierungsrat der GCJZ hatte aus "Sorge um eine weitere Belastung des jüdisch-christlichen Verhältnisses" für ein "Moratorium" dieses Vorhabens plädiert. |
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| Die vier biographischen Portraits
von Stefan Meißner bieten eine gut lesbare, kurzweilige Einführung
in die jüdische Regionalgeschichte. Jedes Portrait steht dabei exeplarisch
für eine ganze Epoche. Am Anfang steht ein Kantor aus dem mittelalterlichen
Speyer zur Zeit der Kreuzzüge: Der zweite Lebenslauf ist der eines Rabbiners im südpfälzischen Ingenheim. Er lebte in der Zeit, als Franzosen und Bayern in der Region das Sagen hatten: Für die Zeit der Verfolgung und Vernichtung der Juden in der Pfalz steht die Frau des letzten Landauer Rabbiners, die die Ereignisse der Pogromnacht als Schülerin miterleben musste, bevor sie mit ihrer Familie in die USA emigrierte: Das aktuelle jüdische Leben, das seit den 90er-Jahren geprägt ist durch den Zuzug von Menschen aus der ehem. Sowjetunion. Hierfür steht stellvertretend eine Biografie, die erfunden und doch nah an der gegenwärtigen Realität ist: |
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| Im Rahmen der „Woche
der Brüderlichkeit“ präsentiert der Gesprächskreis Juden
und Christen in Ludwigshafen mit dem Rhein-Pfalz-Kreis im Ernst-Bloch-Zentrum
die Ausstellung „Akim: Behinderte Künstler aus Jerusalem“. Akim ist
eine gemeinnützige Organisation in Jerusalem, die sich Menschen mit
geistiger Behinderung und anderen Entwicklungsstörungen widmet.
Zur Ausstellungseröffnung am Montag, 8. März 2010, 19.00 Uhr,
findet auch ein Symposium statt unter dem Motto: "Deutsch-Israelische
Freundschaft in Gegenwart und Zukunft" Das Symposium will konkrete
Kooperationsprojekte anstoßen und berichtet von Projekten aus dem
Bereich des deutsch-israelischen Dialogs. Hauptreferent ist der ehem. Ministerpräsident
von Rheinland-Pfalz, Dr. Bernhard Vogel. Neben ihm auf dem Podium: Prof. Dr. Johannes Heil, Prorektor der Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg, Dr. Susanne Kokkonen, Yad Vashem, Jerusalem, Stefan Rothschild, Akim, Jerusalem, Daniela Epstein, Sar-El Tours & Travel, Jerusalem. Moderation: Christine Dietrich, Pfarrerin in Ludwigshafen-Ruchheim. Der Eintritt ist frei. |
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Aus dem biblischen Israel heraus entwickelten sich in
einem langen Prozess Judentum, sowie Christentum. Seine Geschichte führt
von den noch nomadisch lebenden Erzeltern,
über die Sklaverei in Ägypten
und die Landnahme hin zum
Königtum, das unter David
und Salomo seine größte Ausdehnung fand. Nach der Reichsteilung
fiel erst das Nordreich
Israel den assyrischen, dann das Südreich
Juda den babylonischen Großmachtsambibionen zum Opfer. Nach dem
babylonischen Exil entsteht
unter der Vorherrschaft der Perser
und der Griechen das Judentum
als eine der großen Weltreligionen. Die vorliegende Darstellung, die mit den Mitteln der hist.-kritischen Forschung die biblischen Schriften, aber auch die archäologischen Überreste auswertet, ist garniert mit vielen didaktischen Anregungen und einer Menge Bildern, die der Autor zum guten Teil selbst aus Israel mitgebracht hat. Theologiegeschichtliche Exkurse, etwa über die alttest. Messiaserwartung, das Thema Prophetie oder die Apokalyptik, runden das Angebot ab. |
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Ein Menschenalter ist es nun her, dass die Herxheimer Synagoge zunächst
verwüstet, dann abgebrochen und schließlich dem Erdboden gleich
gemacht wurde. Heute erinnert fast nichts mehr an dieses jüdische Kultgebäude.
Ein Ornamentstein, ein Foto, ein silberner Thorazeiger, ein Paar Kristalle
des Kronleuchters... Das ist alles, was vom jüdischen Gotteshaus an
der Oberen Hauptstraße übrig geblieben ist. Anlässlich des
70. Jahrestages der Reichspogromnacht hat der Historiker Andreas Imhoff
eine kleine Geschichte dieses fast vergessenen Gotteshauses und seiner ehemaligen
Gemeinde verfasst. |
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"Sein Reichtum an bedeutenden Grabmählern (...) verleiht dem
Essinger Friedhof einen Rang vor allen anderen jüdischen Friedhöfen
der Pfalz," so urteilte Hermann Arnold in seinem Buch über die
Südpfäzer Juden nicht ohne Grund. Ein schier unerschöpflicher
Reichtum an Formen und Ornamenten begegnet uns auf dieser letzten Ruhestätte,
die mit über ein Hektar zugleich einer der größten in der
Region ist. Hier wurden Juden aus gut 30 Gemeinden beigesetzt. Das ältetste
Grab von 1647 lässt vermuten, dass der Essinger Friedhof schon vor
dem 30-jährigen Krieg existierte. |
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Hornbach und der Verein Friedensinitiative Neustadt
haben erste Gespräche zur Verwirklichung einer Gedenkstätte für
die Neustadter Opfer des Nationalsozialismus im Schutzhaftlager der ehemaligen
Turenne-Kaserne, heute Quartier Hornbach, aufgenommen. Es ist geplant, dafür
das einstige Gefängnis der Kaserne zu nutzen. Dort soll neben der Ausstellung
von Dokumenten auch ein außerschulischer Lernort eingerichtet werden.
Es ist vorgesehen, dass als Träger der Gedenkstätte die Friedensinitiative
fungiert, so deren Vorsitzender Eberhard Dittus. Die geplante Gedenkstätte
habe überregionale Bedeutung, so Dittus, denn es liegt eine Liste mit
356 Häftlingen vor, die aus 64 Orten in der Pfalz stammen, darunter
aus Landau, Landstuhl, Kaiserslautern, Pirmasens, Mutterstadt, Bad Dürkheim,
Kusel und Neustadt. Unter den Häftlingen waren Arbeiter und Ärzte,
Rechtsanwälte und Bürgermeister, Winzer und Waldarbeiter und der
evangelische Pfarrer Oswald Damian aus Pirmasens, der lange Zeit im südpfälzischen
Kandel seinen Dienst versah. |
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Gedenkfeiern für die Opfer des Nationalsozialismus
veranstalten anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers
Auschwitz am 27. Januar protestantische und katholische Kirchen sowie
die Friedensinitiative Neustadt. Die Feiern in der Neustadter Stiftskirche
und in der Speyerer Heiliggeistkirche werden von Schülern mitgestaltet.
Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein offizieller Gedenktag
für die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft. Vor 65 Jahren
waren die überlebenden Häftlinge des Vernichtungslagers Auschwitz
von Soldaten der Roten Armee befreit worden. |
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| Die jüdischen
Gemeinden entllang des Rheins zählen zu den ältesten in ganz
Deutschland. Nach der Shoah sah es so aus, dass das Ende dieser ehrwürdigen
Tradition gekommen sei. Die wenigen im Land verbliebenen oder hierher
zurückgekehrten Juden sahen jüdisches Leben im "Land der
Täter" nur noch als Provisorium an. Viele wanderten nach Israel
aus - oder machten aus dem Provisorium einen Dauerzustand. Die junge Generation
von Juden in Deutschland versteht sich mehrheitlich als postzionistisch,
will hier ein neues Judentum schaffen, in dem der Jude "Prototyp
des Fremden" ist. Spätestens seit der Zuwanderung russischer
Juden - trotz aller Spannungen, die sie mit sich brachte - scheint die
Zukunft der jüdischen Gemeinden gesichert. Peter Waldmann, der Vorsitzende
der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz , untersucht die verschiedenen
Phasen dieses permanenten Wandels und zieht Konsequenzen für die
aktuelle Situation. |
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| Schon seit Jahren erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig an die Opfer der Nazi-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Gehweg einlässt. Bis heute gibt es über 5500 Steine in rund 100 Ortschaften. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Die Steine vor den Häusern soll die Erinnerung an die Menschen lebendig halten, die hier einmal wohnten. Finanziert wird die Herstellung und Verlegung der Steine durch private Patenschaften, die einmalig € 95,- kosten. Nachfolgend einige Beispiele aus der Region. | |
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Es gibt viele Motive, Jesus aus dem jüdischen Volk
zu lösen und zum Arier zu machen. Die "Deutschen Christen"
wollten so die jüdischen Wurzeln ihres Religionsstifters kaschieren,
die zu ihrem Rassentisemtismus so gar nicht passen wollten. Sublimer waren
die Versuche im 19. Jhd., durch eine überkonfessionelle Religion
auf jesuanischer Basis, das deutsche Volk zu einen. Wieder andere Motive
stehen im Hintergrund, wenn Franz Alt oder jüngst der SPIEGEL Jesus
in Kontrast zur jüdischen Religion rücken. Wolfgang Fenske,
Autor einer Monografie zum gleichen Thema, warnt: Eine Missachtung Jesu
als Jude war und ist "Ausdruck der Missachtung von Menschen"
– und verband sich stets Angriffen gegen Juden oder Judenchristen.
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| Im Dezember 2006 hat der landeskirchliche
Arbeitskreis "Kirche und Judentum" in der Pfalz eine Thesenreihe
mit dem Titel „Israel: Staat – Land – Volk“ der Öffentlichkeit zur
Diskussion vorgelegt. In einem politisch-historischen Teil wird die Bedeutung
des Staates Israel als „Schutzgehäuse“ für Jüdinnen und Juden
gegen Verfolgung betont, aber auch das Recht der Palästinenser auf
einen eigenen Staat. Im zweiten Hauptteil steht die Auslegung der Bibel,
besonders der alttestamentlichen Landnahmetraditionen, im Mittelpunkt. Nun hat der Arbreitskreis rechtzeitig zum Israeljahr 2008 nachgelegt, indem er einen Ressource-Guide veröffentlicht, der mithelfen soll, die teilweise unübersichtliche Diskussionslage in Bezug auf den Staat und das Land Israel zu entwirren. Außerdem sollen praktische Tipps für die Arbeit in den Gemeinden und für die Bildungsarbeit an die Hand gegeben werden. Die ersten Beiträge, die im Pfälzer Pfarrerblatt Themenheft 7-8/2007 in gedruckter Form erschienen sind, finden sich jetzt auch auf unserer Webseite. |
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Heute leben in Berlin gut 15.000 Jüdinnen und Juden.
Das ist wenig im Vergleich zur Weimarer Republik, als die Zahl noch 173.000
betrug. Es ist aber ein Vielfaches der etwa 5.000 Menschen, die es nach
dem 3. Reich noch waren. Dank der Einwanderung russicher Juden nach dem
Mauerfall mausert sich Berlin heute wieder zu einer jüdischen Metropole
mit zahlreichen Synagogen, koscheren Läden und Restaurants. Sogar
eine Jeshiva, eine orthodoxe Hochschule, besitzt die Stadt wieder. Eine
bunte Szene entsteht, nicht nur rund um den Hackeschen Markt und die Oranienburgerstraße,
sondern auch in anderen Vierteln der Stadt. |
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"Es geschah vor 70
Jahren - Die Reichspogromnacht in Dahn", so ist eine Ausstellung
betitelt, die bis 21.11. im Dahner Bürgersaal zu sehen war. Der Initiator,
der Lehrer im Ruhestand Otmar Weber, hat über viele Jahre hinweg
akribisch Unterlagen über die Geschichte der Juden im Wasgau gesammelt.
Darunter befinden sich auch einige historisch wertvolle Zeitzeugenberichte
über die Vorgänge am 10.11.1938. Aus erster Hand erfährt
man über die Plünderung jüdischer Anwesen: "Die Straße
war mit Gegenständen aus dem Hause Julius Levy übersät.
Mancher Dahner bediente sich." |
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„Was ist Wahrheit?“ lässt der Evangelist Johannes (18,38)
Pilatus fragen, als dieser Jesus verhört, und dieselbe Frage könnten
wir auch an Pilatus richten. Was ist Wahrheit an der Schilderung seiner
Person und seines Handelns in der Passionserzählung? Wer war der Mann, von dem berichtet wird, dass er seine Hände in Unschuld wusch, als es darum ging, Jesus zum Tode zu verurteilen? Wissen wir über ihn nur das, was in den Evangelien steht, oder gibt es über sein Leben außerhalb der Bibel Nachrichten und Zeugnisse? Gabriele Gierlich untersucht biblische und außerbiblische Quellen und geht dabei auch der Pilatuslegende in der späteren christlichen Literatur und Kunst nach. |
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1995
hielt der 2005 verstorbene Pfarrer Paul Werron, selbst aktives Mitglied
der Bekennenden Kirche (BK), einen Vortrag bei der Senioren-Akademie Melanchthonkirche.
Dort erinnert sich der Zeitzeuge an die Vorgänge in der evangelischen
Kirche, die er als junger Vikar in Ludwigshafen miterlebt hatte. Von "Selbstgleichschaltung, Anpassung und Autonomiebehauptung" der Pfälzer Protestanten im Kirchenkampf berichtet Rolf-Ulrich Kunze (Universität Karlsruhe, TH). Detailiert arbeitet er die Besonderheiten der Entwicklung in der Pfalz heraus, etwa die auffällig hohe Bereitschaft der kirchenpolitischen Parteien zum pragmatischen Ausgleich der Gegensätze. |
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In der Grabungskampagne von März bis Mai 2001 wurden
in der Nähe des Doms Reste einer mittelalterlichen Synagoge zu Tage gefördert.
Sie ist der älteste aufrecht stehende jüdische Kultbau in Mitteleuropa.
Auch ein jüdisches Ritualbad (Mikwe) ist erhalten mit z.T. schön erhaltenen
Steinskulpturen. Also: Nichts wie hin und mal selbst angeschaut! Eine
große Hilfe bei dieser Exkursion stellt die gerade erschienene Broschüre
„Jüdisches Leben in Speyer“ dar. Mit Hilfe dieses von Johannes Bruno
und Eberhard Dittus erarbeiteten Heftes lassen sich hervorragend Gemeindeveranstaltungen/-fahrten
planen, auch für den Unterrricht stellt es eine wertvolle Hilfe dar. Das Heft liegt jetzt - exklusiv bei uns - in einer online-Version vor! |
| David
Seldner, ehem. Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Karlsruhe
und Delegierter im Oberrat der Israelitischen Religionsgemeindschaft Baden,
ist ein knapper und dennoch präziser Überblick über das Judentum
in allen seinen Nuancen gelungen. |
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Etwa auf halbem Weg zwischen
Landau und Bad Bergzabern liegt der Ort Ingenheim. Dieses kleine Gemeinwesen
beherbergte um die Mitte des 19. Jhd. die bedeutendste jüdische Gemeinde
der Pfalz. Die 578 jüdischen Bürger (1847) stellten etwa ein Drittel der
damaligen Gesamtbevölkerung. Zum 70. Jahrestag der Reichspogronacht fand
hier eine Gedenkfeier statt, auf der sich die Verantwortlichen fragten,
wie ein angemessener Umgang mit diesem reichen jüdischen Erbe aussehen
könnte. Das einzige, was bisher daran erinnert, ist eine Gedenktafel
am Ort der einstigen Synagoge. Wie könnte es weiter gehen, damit
nichts dem Vergessen anheim fällt? |
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Der große jüdische Religionsphilosoph Martin Buber
hat die hebräische Bibel einmal die "Gemeinsame Urwahrheit"
von Christen und Juden genannt. Ihre Übersetzung ins Deutsche war sein
großes Lebenswerk - zusammen mit dem schon früh verstorbenen
Franz Rosenzweig. Diese Arbeit fiel ironischerweise genau in eine Zeit,
in der fast alle Jüdinnen und Juden deutscher Sprache durch den Genozid
Hitlers ausgerottet oder vertrieben wurden, sodass Gerschom Scholem bei
Abschluss der Übersetzung 1961 sagen konnte: "Die Juden, für
die Sie übersetzt haben, gibt es nicht mehr.“ Dennoch: Bubers
Schriftübersetzung war ein Dokument des Widerstandes gegen das NS -
Regime, das leise, aber doch unüberhörbar das wegweisende Wort
Gottes zu Gehör bringt -dort , wo die menschliche Stimmen zu verstummen
drohen. |
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"Schade, dass das
Buch nicht einige Monate früher erschienen ist; es hätte so
manche gedankenlose Gedenkrede zum 70. Jahrestag der 'Reichskristallnacht'
vor erstarrtem Ritualismus bewahren können. Der Titel ist Programm:
er macht eine verdrängte Wahrheit bewusst; denn die deutschen Juden
waren und blieben Deutsche." So urteilt Dr. Hans Maaß, ausgewiesener Kenner der Geschichte des Judentums, in seiner Besprechung eines Buches, das durchaus zu einem Standardwerk werden könnte. |
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Am 25.10.2007 war es so weit: Die Evangelische Landessynode in Württemberg
fasste bei ihrer Herbstsitzung im Stuttgarter Hospitalhof den Beschluss,
den 9. November als Tag der Erinnerung und Umkehr einzuführen. Den
Gemeinden wird empfohlen, jährlich am 9. November. Der Antrag für
diesen Beschluss beruht auf einer Initiative des Arbeitskreises „Begegnung
mit der jüdischen Gemeinde Petrosawodsk“ an der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
Tübingen. Diese Initiative wurde am 7. September 2005 durch Pfarrer
Dankwart-Paul Zeller und Pfarrer Dr. Michael Volkmann gestartet. Brauchen wir überhaupt einen Gedenktag zur Reichspogromnacht?, fragt Schoschana Maitek-Drzevitzky, Oberstudienrätin in Ludwigshafen/Mannheim und Mitglied der Jüdischen Gemeinde Mannheim und des Leitungskreises des Gesprächskreises Juden-Christen in Ludwigshafen und Rhein-Pfalz Kreis. Ihre klare Antwort: "Ja, unbedingt". In ihrer Rede zur offiziellen Gedenkfeier der Stadt Ludwigshafen forderet sie dazu auf, ein Zeichen zu setzen, dass die Bürger nicht bereit sind wegzuschauen. |
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Rechtshinweis |