Jüdischer Friedhof Essingen

An der Gartenstraße liegen zwei alte jüdische Friedhöfe. Der ältere, an der talwärtigen Seite in altem Baumbestand aus Kastanien, wurde 1618 angelegt. Dieser Friedhof wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein mehrfach erweitert und teilweise aufgeschüttet, um weitere Gräber anlegen zu können. Er diente 30 umliegenden jüdischen Gemeinden als Verbandsfriedhof. Durch eine Mauer ist er mit seinen 85,87 ar fast vollständig umfriedet. Viele der hunderte Rote-Sandgrabsteine stehen. 1869 wurde auf der bergwärts liegenden Seite der Straße dann ein neues Gräberfeld mit 24,28 ar angelegt, das vereinzelt bis in die Gegenwart für Bestattungen genutzt wird. Allerdings gibt es keine örtliche Gemeinde mehr.

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Westlicher Torpfosten des älteren Teils
(1) Dieses Tor für jeden Lebendigen wurde erbaut
(2) unter der Schatzmeisterschaft unseres Lehrers und Rabbis, des Herrn,
(3) Ali, des Sohnes des Gelehrten Herrn Benjamin, -
(4) sein Andenken gereiche zum Segen, - Gründebaum, dem Vorsteher des Gerichtshauses
(5) aus dem Gerichtsbezirk Landau
(6) Gott schütze über ihnen Glückssterne und Sternbilder, - des Sohnes Abrahams,
(7) des Sohnes des Gelehrten Michael, sein Andenken gereiche zum Segen, -
(8) aus Edesheim
Östlicher Torpfosten des älteren Teils
(1) K? Ali
(2) Dreifuß
(3) aus Herxheim
(4) Sohn des Baenjamin, des Sohnes des Simson
(5) aus Niederhochstadt
(6) Michael, der Sohn des gwöhnliches Priesters Isai
(7) aus Edenkoben


Übersetzung nach: H. Arnold: Jüdisches Leben in der Stadt Landau und in der Südfalz (1870-1933), S.124f.
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Eingang zum neueren Teil des Friedhofs Neuerer Teil, nördl. des Weges, ab 1869
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Jüngstes in Essingen vorhandenes Grabmahl Neuerer Teil, nördl. des Weges, ab 1869

(Text aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Essingen_(Pfalz)
Bilder: Stefan Meißner)

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